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Wojcicki - Wolf



Wojcicki

(spr. -zitzki), Kasimir Wladislaw, poln. Schriftsteller, geb. 1807 zu Warschau, studierte daselbst und machte sich dann durch Sammlungen von Sprichwörtern (Warsch. 1830, 3 Bde.), Volksliedern (»Piosni luda«, das. 1836, 2 Bde.) und Volksmärchen (1837, 2 Bde.; deutsch von Lewestam, Berl. 1839) der Polen, Kleinrussen und Weißrussen einen Namen. Daneben veröffentlichte er sogen. Gawenden, anspruchslose Schilderungen der sozialen Verhältnisse der Vergangenheit (»Kurpic«, 1834; »Stare gawędy«, 1840, etc.),

die zahlreiche Nachahmer fanden, verfaßte antiquarische und historische Werke, darunter eine große polnische Litteraturgeschichte (»Historya literatury polskiéj w garysach«, Warsch. 1845-46, 4 Bde.),

die indessen mehr eine historische Chrestomathie ist, und begründete 1850 mit Cieszkowski die Monatsschrift »Bibliotheca warszawka«, die er bis an seinen Tod leitete. Er starb als Direktionsmitglied der landwirtschaftlichen Kreditanstalt in Warschau

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