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Volkspartei (Katholische) - Volks- und Jugendspiele



Volks-

und Jugendspiele, pädagogisch geordnete Bewegungs- oder Turnspiele, zunächst für die Jugend zu erziehlichem Zweck. Insofern Erwachsene das Bewegungsspiel in einer für sie geeigneten, besonders auch den Geist fesselnden Form pflegen, heißen sie Volksspiele. Die Bewegungsspiele bilden schon seit GutsMuths’ und Jahns’ Zeiten einen wesentlichen Bestandteil des Turnens, sind aber nicht gleichmäßig wie das Turnen im engern Sinne seither zur Entwicklung gelangt, ja es war hierin nicht nur ein Stillstand, sondern sogar ein Rückgang eingetreten. Erst infolge eines Erlasses des preuß. Ministers von Goßler vom wurden die Jugendspiele in einer größern Reihe von Orten wieder aufgenommen. Besonders zeichnete sich Görlitz aus, wo durch den Abgeordneten von Schenckendorff (s. d.) und den Gymnasialdirektor Eitner die Spiele in besonders guter Organisation seit 1883 allmählich in allen Schulen eingeführt wurden. 1890 wurden in Görlitz auch Kurse zur

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