Main

Seite 46.305

Uttenberg - Uttwil


vergrössern: Burgruine Uttigen.
Burgruine Uttigen.

Uttigen

(Kt. Bern, Amtsbez. Seftigen). 547 m. Gem. und Dorf am linken Ufer der Aare, an der Strasse Thun-Kirchdorf und 6 km nw. Thun. Station der Linie Bern-Münsingen-Thun, die hier auf einer Eisenbrücke über die Aare setzt. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit Aarbort, Säget, Stegmatt und Uttiggut: 62 Häuser, 407 reform. Ew.; Dorf: 23 Häuser, 143 Ew. Kirchgemeinde Kirchdorf. Ackerbau. Am Glütschbach je eine und Säge. Zwischen dem Dorf und der Aare steht eine imposante Burgruine, deren Mauern an verschiedenen Stellen bis zu 3 m dick und 7 m hoch sind. Die zuerst den Herren von Wädiswil zustehende Herrschaft wurde seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts unter verschiedene Herren zerstückelt und kam 1505 und 1514 an den Spital zu Thun, der sie bis 1798 beibehielt. Ein vom Maler Albert Kauw stammendes Gemälde aus 1680 zeigt das damals noch in ziemlich gutem Zustand befindliche Schloss. Im Mittelalter war Uttigen eine im Kartular der Diözese Lausanne schon 1228 genannte Pfarrei, deren Kirche ob dem Dorf an der Stelle des heutigen Schulhauses stand und durch eine Feuersbrunst 1536 zerstört, dann aber nicht wieder aufgebaut wurde, weil man Uttigen nun der Pfarrei Kirchdorf angliederte. Das Uttiggut gehörte im 18. Jahrhundert der Berner Patrizierfamilie von Frisching. Zur Zeit als auf der Aare die Flussschiffahrt noch im Schwange war, galt der Engpass des Flusses bei Uttigen als sehr gefährlich und veranlasste in der Tat auch mehrere Katastrophen, so besonders diejenigen von 1662 und 1836. Ein Grabhügel im Wartwald. 894 und 1271: Utingen.

facebook