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Trompetenbaum - Tropen



Tropen

(griech.), s. v. w. bildliche Ausdrücke, durch welche der eigentliche Ausdruck mit dem uneigentlichen, die Sache mit dem Bild vertauscht wird, um das Geistige zu versinnlichen und das Sinnliche zu vergeistigen (s. Figur); daher tropisch, s. v. w. bildlich, figürlich (Gegensatz: kyriologisch). Die wichtigsten Tropen sind: Allegorie, Antonomasie, Epitheton, Hyperbaton, Hyperbel, Ironie, Katachresis, Metalepsis, Metapher, Metonymie, Onomatopöie, Periphrasis, Rätsel und Synekdoche.

Vgl.   Groß, Die Tropen und Figuren (2. Aufl., Leipz. 1888). -

Im Gregorianischen Gesang heißen Tropen die verschiedenen Gesangsformeln für den Schluß der dem Introitus angehängten kleinen Doxologie »Gloria patri et filio et spiritui sancto sicut erat in principio et nunc et in secula seculorum amen« (vgl. Evovae). - In der Astronomie heißt tropisch auf den Tierkreis bezüglich;

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