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Serey (Bec de) - Sernf



Serneus

(Kt. Graubünden, Bez. Ober Landquart, Kreis und Gem. Klosters).

993 m. Gemeindeabteilung und Pfarrdorf im Prätigau, auf einer Terrasse links über der Landquart und am N.-Fuss des Casanna;

1 km von der Station Serneus-Mezzaselva der Linie Landquart-Davos entfernt.

Postablage, Telephon. 47 Häuser, 183 reform. Ew. deutscher Zunge.

Wiesenbau und Viehzucht.

Serneus

(Bad) (Kt. Graubünden, Bez. Ober Landquart, Kreis und Gemeinde Klosters).

961 m. Schwefelbad am linken, südl. Ufer der Landquart und am N.-Fuss des Casanna;

1,3 km ö. der Station Serneus-Mezzaselva der Linie Landquart-Davos.

Zwischen den dichtbewaldeten Abhängen von Casanna und Landquart in reizendem Winkel versteckt und mit schönen Spazierwegen versehen. Im Winter geschlossen.

Telephon. Die von Dr. Planta und Dr. Husemann ausgeführten Analysen der Mineralquelle von Serneus haben folgende Zusammensetzung ergeben:

Dr. Planta gr Dr. Husemann gr
Schwefel­säure 0.430 0.411
Chlor 0.011 0.011
Kiesel­säure 0.077 0.086
Phosphor­säure Spuren Spuren
Koh­len­säure 5.002 5.047
Schwefel­wasser­stoff 0.004 0.013
Kali 0.212 0.069
Natron 0.706 0.811
Magnesia 0.522 0.496
Kalk 1.332 1.387
To­nerde 0.012 0.004
Ei­sen­oxydul 0.002 0.002
Mangan­oxydul 0.000 0.001
Ammoniak, Lithium Spuren Spuren
Strontian, Baryt Spuren Spuren

Das sehr reichhaltig fliessende Wasser wird vornehmlich zu Bade-, aber auch zu Trinkkuren verwendet und namentlich bei Hautkrankheiten sehr geschätzt.

Die schon seit Jahrhunderten bekannte und benutzte Quelle ist besonders in neuester Zeit stark in Ruf gekommen.

Vergl. Planta, A. Die Heilquelle zu Serneus.

Chur 1873. - Killias, Ed. Rätische Kurorte und Mineralquellen.

Chur 1883. - Fient, G. Das Prätigau.

Davos 1897.

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