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Schweiz


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Kontrollstärke des Bundesheeres während des Zeitraumes 1876-1905.

ist die erste Besatzung der Befestigungen, die je nach Bedarf aus freiwillig angemeldeten Schweizersoldaten rekrutiert wird. Die Beamten und Sicherheitswächter der Befestigungen vom St. Gotthard und Saint Maurice werden beeidigt und sind dem schweizerischen Militärstrafgericht unterstellt. Sämtliche Rekrutenschulen und Wiederholungskurse der Festungstruppen finden in der Umgebung des St. Gotthard und von Saint Maurice statt. Die Truppen für die Befestigungen von Saint Maurice werden aus den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf rekrutiert.

Nach den im Staatsrechnungsbericht niedergelegten Angaben betrugen die Militärausgaben des Bundes in den letzten 10 Jahren:

Jahr Fr.
1897 24.483.747.57
1898 26.498.657.62
1899 27.472.117.45
1900 27.703.384.14
1901 28.388.376.44
1902 28.713.631.-
1903 28.681.450.56
1904 29.142.536.09
1905 30.511.498.05
1906 35.226.103.67

H. Heeresorganisation.

Die schweizerische Armee besteht aus dem Auszug, der Landwehr und dem Landsturm. Der Auszug wird aus den Wehrpflichtigen der zwölf jüngsten Jahrgängen (20-32) gebildet. Die Landwehr besteht aus zwei Aufgeboten, dem ersten Aufgebot aus den 7 Mannschaftsjahrgängen vom 33. bis und mit 39. Altersjahr und dem zweiten Aufgebot aus den 5 Jahrgängen des 40. bis 44. Altersjahres. Der Landsturm setzt sich zusammen aus Schweizerbürgern im Alter von 20 bis 50 Jahren, welche weder im Auszug noch in der Landwehr eingeteilt sind; es können ausserdem auch noch Freiwillige aus jüngeren oder älteren Jahrgängen in den Landsturm aufgenommen werden. Bei der Kavallerie dauert der Dienst im Auszug bis zum zurückgelegten 30. Altersjahr und in der Landwehr bis zum zurückgelegten 44. Altersjahr.

Das Bundesheer besteht aus folgenden Truppengattungen:

a) Truppenkörper der Infanterie (Füsiliere und Schützen). Die Einheit bei der Infanterie bildet das Infanterie-Bataillon. Füsilierbataillone: nummeriert von 1-98 im Auszug und 101-133 in der Landwehr 1. und 2. Aufgebotes. Schützenbataillone: nummeriert von 1-8 im Auszug und 9-12 in Landwehr I. und II. Das Infanterie-Bataillon besteht aus dem Stab und 4 Kompagnien; Bestand: 25 Offiziere, 740 Unteroffiziere und Soldaten, 8 Reitpferde, 20 Zugpferde und 10 Fuhrwerke. Die Infanterie-Bataillone der Landwehr 2. Aufgebotes haben einen gesetzlichen Bestand von 24 Offizieren, 721 Unteroffizieren und Soldaten, sowie 2 Reitpferden für das Füsilierbataillon und von 24 Offizieren, 717 Unteroffizieren und Soldaten, sowie 2 Reitpferden für das Schützenbataillon.

Das Infanterie-Regiment (Nr. 1-32 Auszug, 33 bis 43 Landwehr I, 44-54 Landwehr II) besteht aus dem Stabe und 3 Bataillonen und hat folgenden Bestand: 81 Offiziere, 2625 Unteroffiziere und Soldaten, 32 Reitpferde, 64 Zugpferde und 32 Fuhrwerke.

Die Infanterie-Brigade (I-XVI Auszug, XVII-XX Landwehr I) besteht aus dem Stabe und 2 Regimentern und weist einen Bestand auf von 168 Offizieren, 5260 Unteroffizieren und Soldaten, 75 Reitpferden, 130 Zugpferden und 65 Fuhrwerken.

b) Truppenkörper der Kavallerie. Die Einheiten der Kavallerie sind die Dragonerschwadron, die Guidenkompagnie und die berittene Maximgewehrkompagnie. Dragonerschwadron, nummeriert von 1-24 in Auszug und Landwehr. Bestand: 4 Offiziere, 124 Unteroffiziere und Soldaten, 123 Reitpferde, 8 Zugpferde, 3 Fuhrwerke. - Kavallerieregiment (Nr. 1-8), besteht aus dem Stabe und 3 Schwadronen. - Kavalleriebrigade (Nr. I-IV), besteht aus dem Stabe und 2 Regimentern und hat einen Bestand (ohne die berittene Maximgewehrkompagnie) von 38 Offizieren, 764 Unteroffizieren und Soldaten, 761 Reitpferden, 50 Zugpferden und 19 Fuhrwerken.

Die Guidenkompagnie (Nr. 1-8), den Divisionen als

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