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Südamerika



Südamerika,

[* ] die südl. Hälfte Amerikas, hängt mit Centralamerika (s. d.) durch den Isthmus von Panama zusammen und erstreckt sich von Punta-Gallinas in Columbia (12° 25' nördl. Br.) bis Kap Froward oder, wenn man Feuerland hinzurechnet, bis Kap Hoorn (55° 59' südl. Br.), d. i. über 7720 km Länge, und von Punta-Parina (81° 21') bis Punta de Guia (34° 47' westl. L.), d. i. über etwa 5200 km Breite. S. bedeckt etwa 17 814.000 qkm. Alles Nähere über Oberflächengestalt, Klima, Produkte s. Amerika, Kordilleren und die Artikel der einzelnen Staaten sowie die Karten: Physikalische Karte von Amerika (beim Artikel Amerika), Brasilien, Columbia u. s. w. und La-Plata-Staaten.

Eine eigentliche Geschichte von S. beginnt, abgesehen von dem Staate der Inka (s. d.), erst mit dem Auftreten der Europäer. Drei Jahrhunderte trugen seitdem die verschiedenen span. Kolonien das schwere Joch des europ. Mutterlandes. S. war eingeteilt in das Vicekönigreich Neugranada, das Generalkapitanat Caracas, das Vicekönigreich Peru, das Generalkapitanat Chile und das Vicekönigreich Buenos-Aires oder Rio de la Plata, mit den Provinzen Buenos-Aires, Paraguay und Plata.

Dazu kam das portug. Brasilien. (S. Karte: Geschichtliche Entwicklung der Staaten Amerikas, beim Artikel Amerika.) Infolge des unklugen span. Kolonialsystems begann die Bewegung für die Befreiung, hauptsächlich im Zusammenhang mit den Napoleonischen Kriegen in Europa. 1809-10 bildeten sich Junten in Caracas, Quito, Bogotá u. s. w.; es folgten heiße Kämpfe mit den span. Truppen, die erst 1824 ihr Ende fanden. (S. die Einzelartikel.) über die frühere Entdeckungsgeschichte s. Amerika.

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