Hauptteil

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Rohprotein - Röhren



Rohren,

s. Kehlkopfspfeifen.

In der Jägersprache das Schreien der Edelhirsche in der Brunftzeit.



Kehlkopfspfeifen

(pfeifender Dampf, Pfeiferdampf, Hartschnaufigkeit, Rohren), eine bei Pferden häufig vorkommende Abnormität des Kehlkopfes, welche sich dadurch zu erkennen gibt, daß nach einer bald geringen, bald erheblichen Anstrengung beim Atmen, vorwiegend während des Einatmens, Töne verschiedener Art (giemende, pfeifende etc.) hörbar werden. Das Leiden beruht auf fettiger Entartung und Schwund der die Stimmritze erweiternden Muskeln, meist nur der einen und vorwiegend der linken Seite. Gewöhnlich entarten diese Muskeln infolge Lähmung des zurücklaufenden Kehlkopfnervs der betreffenden Seite. Das Leiden ist unheilbar und die Anlage dazu entschieden erblich; es gilt in vielen Ländern als Gewährsmangel oder wird als Form der Dämpfigkeit aufgefaßt und beurteilt. Im übrigen sind bei der Bestimmung des Maßes, um welches der Wert eines Pferdes durch das Kehlkopfspfeifen sich

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