Ranunculus
L.
(Hahnenfuß,
Butterblume, Ranunkel),
Gattung aus der
Familie der
Ranunkulaceen, meist ausdauernde
Kräuter
mit scharfem, mehr oder weniger giftigem Saft, ungeteilten oder (häufig handförmig) geteilten Blättern,
einzeln endständigen, gelben oder weißen, glänzenden
Blüten und kurz gespitzten Schließfrüchtchen:
Etwa 160
Arten, meist
in den gemäßigten und kältern Klimaten der nördlichen Erdhälfte (45 in der deutschen
Flora). Mehrere
Arten bilden einen
hervorragenden
Bestandteil der Wiesenflora, in welcher sie sich durch ihre leuchtend gelben
Blüten bemerkbar
machen, während der Wasserhahnenfuß (Ranunculus
aquatilis L.) mit seinen weißen
Blüten stehende und fließende Gewässer schmückt.
Stengel (botanisch)

* 2
Stengel.
Seine untergetauchten
Blätter sind haarförmig zerteilt, die schwimmenden, wenn überhaupt vorhanden, nierenförmig, drei-
bis fünflappig. Als besonders scharf gilt der Giftranunkel
(Froschpfeffer, Ranunculus
sceleratus L.), mit hohlem, kahlem
Stengel,
[* 2] untern dreiteiligen Blättern mit rundlichen oder verkehrt-eiförmigen, vorn kerbig eingeschnittenen
Abschnitten, obern dreizähligen Blättern, behaarten
Blütenstielen und zurückgeschlagenem
Kelch. Er wächst an feuchten
Stellen,
in
Gräben und
Sümpfen in
Europa
[* 3] und Nordasien und war früher offizinell.
Auch die auf
Äckern als Unkraut wachsenden Ranunculus
arvensis
L. und Ranunculus
Thora
L., auf Bergwiesen und in Bergwäldern
Süddeutschlands und der
Schweiz,
[* 4] in
Frankreich,
Ungarn
[* 5] und Oberitalien,
[* 6] sind sehr scharf. Aus letzterer Art wurde in früherer
Zeit ein sehr wirksames
Pfeilgift bereitet.
Von Ranunculus
acer
L., auf
Wiesen, in feuchten Wäldern und Gebüschen, und von Ranunculus
repens
L., auf
Wiesen, werden gefüllte
Varietäten
(Goldknöpfchen) in
Gärten als
Zierpflanzen gezogen. Besonders
aber ist Ranunculus
asiaticus L. (Gartenranunkel), aus
Griechenland
[* 7] und dem
Orient, mit zottigem
Stengel und Blättern und großen,
gelben, weißen oder roten, auch bunten und gefüllten
Blüten, seit etwa 300
Jahren als
Zierpflanze sehr beliebt und wird durch
Knöllchen
(Klauen) fortgepflanzt. Am geschätztesten ist die türkische Ranunkel (römische, Turbanranunkel),
welche zur
Topf- und Freilandkultur benutzt wird. Einige niedrige
Arten mit verhältnismäßig großen
Blüten wachsen in der
arktischen
Region und auf den höchsten
Gebirgen fast der ganzen
Welt. Ranunculus
Ficaria, s.
Ficaria.