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Norddeutscher Lloyd - Norderney



Norden,

[* ] Himmelsgegend, s. Mitternacht.

Norden,

selbständige und Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Aurich, auf einer Anhöhe in der Marsch, am Berumer Kanal, der zum Leybusen führt, und an der Linie Emden-Jever der Preußischen Staatsbahn, hat 3 Kirchen (darunter die alte Liudgerikirche), ein Gymnasium, eine Ackerbauschule, ein Amtsgericht, eine seichte Reede, eine Eisenhütte, Schokoladen- und Zuckerwarenfabrikation, bedeutende Geneverbrennerei (»Doornkaat«, jährlich 2 Mill. Lit.), Torfgräberei, Tabaks- und Zigarren-, Zichorien-, Senf-, Essig- und Preßhefefabrikation, Schiffbau, Dampfmühlen, Holz- und Viehhandel, lebhaften Fremdenverkehr während des Sommers nach den Inseln Norderney und Juist und (1885) 6878 meist evang. Einwohner. - Norden, im Gau Nordwidi oder Nordi gelegen, wird schon 842 erwähnt. 1463 erhob es Kaiser Friedrich III. zu einer Reichsgrafschaft.



Mitternacht,

der Zeitpunkt 12 Stunden nach dem Mittag (s. d.), in welchem die Sonne den tiefsten Stand unter dem Horizont eines Ortes erreicht.

Mit demselben beginnt der bürgerliche Tag.

Mitternachtspunkt oder Nordpunkt (s. d.) heißt der Durchschnittspunkt des Meridians mit dem Horizont, welcher dem Südpunkt diametral entgegengesetzt ist.

Die Gegend, nach welcher hin er liegt, wird die Mitternachtsgegend oder Norden genannt.

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