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Monterschu - Monteynan



Montet,

Montel, Montez, Muntils etc. Ortsnamen der welschen Schweiz, früher Monteil, Monteils, Montelz geheissen;

vom latein. monticulus = kleiner Berg, Hügel, Anhöhe.

Montet

(Kt. Freiburg, Bez. Broye). 494 m. Gem. und Pfarrdorf, am Fuss der das Thal der mittleren Broye im W. einfassenden Hügelzüge und am linken Ufer der Petite Glâne, an der Strasse Estavayer-Payerne und 2 km w. der Station Cugy der Linie Freiburg-Yverdon. Postablage, Telephon; Postwagen Payerne-Cugy-Combremont le Petit. 53 Häuser, 397 kathol. Ew. Acker-, Tabak- und Obstbau. Viehzucht. Steinbrüche. Sägen und Mühlen. Pfarrkirche, der h. Dreifaltigkeit (Sainte Trinité) geweiht.

Waisenhaus Marini, von einer Dame dieses Namens gegründet;

mit einer Kapelle und einer landwirtschaftlichen Schule.

Ehemalige Herrschaft.

Das im Gebäude der jetzigen Waisenanstalt 1831 gegründete Pensionnat des Ordens vom Sacré Cœur ist 1818 wieder eingegangen.

Montet

(Kt. Freiburg, Bez. Glâne). 655 m. Gem. und Dorf, an der Grenze gegen den Kanton Waadt und 2,3 km sö. der Station Bressonnaz der Linie Lausanne-Payerne-Lyss. 32 Häuser, 148 kathol. Ew. Kirchgemeinde Ursy. Acker- und Obstbau, Viehzucht. Ehemalige Herrschaft Montet-Villardens. Funde von Gegenständen aus der Bronzezeit.

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Kirche Montet.

Montet

(Kt. Waadt, Bez. Avenches, Gem. Cudrefin).

482 m. Pfarrdorf, an dem zum Neuenburgersee absteigenden Hang des Berglandes von Vully an der Strasse Cudrefin-Avenches, 8 km n. Avenches, 7-8 km sw. der Station Sugiez der Linie Murten-Ins (Anet) und 1,5 km sö. von der Dampfschiffstation Cudrefin (Murten-Neuenburg).

Postwagen Avenches-Cudrefin. 40 Häuser, 225 reform. Ew. Die Pfarrei Montet umfasst die Gemeinden Cudrefin, Champmartin, Vallaman und einen Teil von Mur.

Acker- und etwas Weinbau.

Schöne Aussicht auf den Neuenburgersee und den Jura.

Schönes Landhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Das Dorf mehrfach, so z. B. 1847, von Feuersbrünsten heimgesucht. Es soll hier einst eine feste Burg gestanden haken. 1848 hat man in Montet Goldmünzen verschiedener Staaten aus dem 14. und 15. Jahrhundert aufgefunden, die wahrscheinlich zur Zeit der Schlacht von Murten vergraben worden sind.

Geburtsort des Agronomen August Cornaz (1804-1860).

Montet

(En) oder Praz Técoz (Kt. Waadt Bez. Orbe, Gem. Rances).

555 m. Gruppe von 2 Häusern, nördl. vor dem Dorf Rances und am Weg nach Champvent. 7 reform. Ew. Kirchgemeinde Rances.

Landwirtschaft.

Montet

(Le) (Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Bex). 692 m. Anmutiger Höhenrücken unmittelbar n. über Bex, der sich zwischen den Thälern der Gryonne und des Avançon in die Rhoneebene vorschiebt; 260 m hoch über dem Hauptplatz von Bex. Bildet eines der beliebtesten Ausflugsziele der Kurgäste von Bex. Der SW.-Hang ist mit Reben bepflanzt, der einzigen Kulturpflanze, die hier bei der ausserordentlichen Trockenheit des Bodens zu gedeihen vermag; während der Ertrag dieser Reben oft beträchtlich ist, erhebt die gekelterte Weinsorte keinen Anspruch auf höhere Qualität.

Sonst ist der Rücken mit Kastanienbäumen und Mischwald bedeckt. Zahlreiche Fusswege führen entweder zum bewaldeten höchsten Punkt (692 m), oder zum nördlicher gelegenen Signal (669 m; mit Pavillon und den Resten eines alten viereckigen Turmes; schöne Aussicht ins Rhonethal) oder auch zum Belvédère (650 m), von dem aus besonders die Trientgletscher und die majestätische Dent du Midi bewundert werden. Kirche Bex-Signal 40 Minuten, von da über Belvédère zurück 1¼ Stunden.

Die Volksüberlieferung erzählt, dass der Montet dadurch entstanden sei, dass ein mit einem Sack voll Erde beladener Riese hier einst einen Teil seiner Last verloren oder ausgeschüttet habe, während er dann weiterhin bei einer zweiten Rast auch noch den Hügel von Saint Triphon aufgeschüttet hätte. Da am Montet Wasser fehlt, stehen an im auch nur sehr wenige Einzelsiedelungen. Die Trockenheit wird noch verschärft durch die einem ziemlich steilen Dachfirst gleichende Form des Rückens. Er besteht aus Gips, der namentlich am O.-Hang mit einer ziemlich mächtigen Decke von Moränenschutt überführt ist.

Grosse Moränen und viele vereinzelte erratische Blöcke, wovon u. a. besonders der Bloc Monstre und die Pierre Besse in der Geschichte der Glazialforschung Berühmtheit erlangt haben. Die nach Eug. Rambert sehr abwechslungsreiche Flora weist im Frühjahr u. a. die rote Heide (Erica carnea) und das Leberblümchen (Anemone hepatica) auf. Daneben sind nach Gaudin als seltene Arten noch zu nennen Campanula cervicaria, Orchis odoratissima, Pirola chlorantha. Vergl. Rambert, Eug. Bex et ses environs. Lausanne 1871.

Montet

(Sur le) (Kt. Freiburg, Bez. Saane, Gem. Rossens).

710 m. Weiler, auf einer Anhöhe links über der Saane, 300 m n. Rossens und 8 km s. der Station Matran der Linie Bern-Lausanne.

Telephon. 16 Häuser, 85 kathol. Ew. Kirchgemeinde Rossens.

Acker- und Wiesenhau, Viehzucht.

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