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Lebendiger Zaun - Lebensfähigkeit



Lebensalter,

die verschiedenen Entwicklungsperioden im Leben des tierischen Organismus. Eine scharfe Grenze läßt sich nur mit dem Aufhören des Längenwachstums ziehen. Im allgemeinen unterscheidet man: das Fötus-, Säuglings-, Kindes-, Jünglings- (Jungfrauen-), Mannes- (Frauen-) und Greisen - (Matronen -) Alter. Das Fötusalter dauert von der Befruchtung des Eies bis zu der Geburt. Während des Säuglingsalters bildet sich das Kind zum selbständigen Leben heran.

Mit dem Durchbrechen der Schneidezähne, gewöhnlich im neunten oder zehnten Monat, beginnt das Kindesalter, das bis zu dem Wechsel der letzten Milchzähne, mithin etwa bis zum 13. oder 14. Jahre, dauert. Das Jünglingsalter kann man von dem letzten Zahnwechsel bis zur völligen geschlechtlichen Entwicklung und bis zum Aufhören des Längenwachstums, also etwa bis zum 20. Jahre, rechnen. Das Mannesalter, das man häufig auch in ein jugendliches und ein reifes Mannesalter geschieden hat, charakterisiert sich durch die vollständige Reife aller körperlichen und geistigen Funktionen und durch die Zunahme des Körpers an Gewicht und Umfang.

Bei dem weiblichen Geschlecht tritt meistens zwischen dem 40. und 50. Jahre eine Rückbildungsperiode ein, indem dann die monatliche Regel und namentlich die Befruchtungsfähigkeit aufhört. (S. Klimakterische Jahre.) Die Rückbildung sämtlicher Funktionen, der körperlichen wie der geistigen, die allmähliche Abnahme der Ernährung charakterisieren endlich das Greisenalter, welches meistens schon gegen das 60. Jahr, häufig schon früher, selten später eintritt. Weiteres s. Embryo, Kind, Jüngling und Jungfrau, Mann, Frau, Greis. -

Vgl.   Hufeland, Makrobiotik oder die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern (Berl. 1796; 8. Aufl., ebd. 1860);

Klencke, Die physische Lebenskunst (Lpz. 1864).

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