Main

Seite 10.513

Laodamas - Laon



Laodikeia

(lat. Laodicēa), Name mehrerer alter Städte:

1) am Meer, Hafenstadt in Syrien, in phönikischer Zeit Ramitha genannt, von Seleukos Nikator neugebaut, vorzüglich durch ihren Wein berühmt. Von Julius Cäsar mit der Autonomie beschenkt, nahm sie dessen Anhänger Dolabella willig auf, ward aber dafür von Cassius empfindlich gestraft. Septimius Severus machte sie zur Kolonie. Ihre lange wohlerhaltenen Befestigungswerke wurden 1170 durch ein Erdbeben zerstört; 1188 ward Laodikeia vom Sultan Saladin erobert und verwüstet. Jetzt Ladikieh. - 2) am Libanon, von Seleukos I. gegründet, am Orontes, scheint unter den Anfällen benachbarter Araber und Ituräer früh untergegangen zu sein. - 3) am Lykos, Stadt in Phrygien, am Nordfuß des Bergs Kadmos, vorher Diospolis, von Antiochos II. von Syrien zu Ehren seiner Gemahlin Laodikeia genannt, kam mit dem pergamenischen Reich unter römische Herrschaft und hob sich unter den ersten Kaisern zu ansehnlicher Blüte. Häufig durch Erdbeben zerstört, wurde sie stets wieder aufgebaut. Laodikeia war früh ein Hauptsitz des Christentums; 1255 kam es an die Türken und wurde 1402 zerstört. Jetzt Ruinen Eski Hissar. - 4) Laodikeia Katakekaumene (die »Verbrannte«),

eine von Seleukos I. nordwestlich von Ikonion, erbaute Stadt in Lykaonien. Ihre noch nicht näher untersuchten Trümmer fanden Leake und Hamilton beim heutigen Jurgan-Ladik.

facebook