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Kuren - Kurfürsten



Kurēten,

in der griech. Mythologie die priesterlichen Diener der kretischen Rhea, neun an der Zahl, bildeten die Schutzwache des jungen Zeus, solange derselbe die Nachstellungen seines Vaters Kronos zu fürchten hatte, und galten für die ersten Verehrer des Zeus, die auch bei seinem Kultus auf Kreta in mehrfacher Weise beteiligt waren. Der Volksglaube dachte sie sich als jugendliche bewaffnete Tänzer (Pyrrhichisten), welche durch das Getöse ihrer ehernen Waffen, indem sie mit den Schwertern auf die Schilde schlugen, das Geschrei des neugebornen Gottes übertäubten, damit es von dem grausamen Vater nicht gehört werde. Weil sie aber auf Betrieb der Hera den Epaphos, das Kind der Io von Zeus, entführten, wurden sie von Zeus mit dem Blitz getötet. Mit dem kretischen Zeusdienst verbreitete sich der Glaube an die Kureten weiter, so namentlich nach Kleinasien, wo sie vielfach mit den Korybanten verwechselt oder identifiziert wurden.

Kurēten,

ein griech. Volk, das zuerst die Insel Euböa bewohnte, von da nach Ätolien (daher Kuretis genannt) wanderte und, von hier vertrieben, in Akarnanien sich festsetzte.

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