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Klinodiagonale - Klipstein



Klippen,

[* 1] Felsstücke, die teils aus dem Wasser hervorragen, teils bis ganz nahe an die Oberfläche des Wassers reichen (blinde Klippen). Sie veranlassen Brandungen und Strömungen und sind der Schiffahrt sehr hinderlich und gefährlich, so daß gerade die mit Klippen versehenen Teile der Meere (westlicher Teil des Kanals, irische Küste) zu den gefährlichsten gehören. Die blinden Klippen verraten sich oft durch die eigentümliche Strömung; wichtiger sind aber behufs ihrer Vermeidung die Seekarten, auf welchen jede irgend einmal bekannt gewordene Klippe sorgfältig verzeichnet wird. In der Geologie bezeichnet man als Klippen auch isolierte Felsmassen, welche als ältere Gesteine aus diskordant angelagerten jüngern Schichten emporragen. So ist in Schwaben das Zeta Z des weißen Jura (vgl. Juraformation) oft in kleinen Becken innerhalb eines Klippenkranzes des Epsilons E beckenartig abgelagert (s. Figur). Ein andres Beispiel sind die Juragesteinsklippen, die in den Karpathen aus dem Karpathensandstein emporragen (vgl. Juraformation).

^[Abb.: Klippen der Juraformation.]

Klippen,

[* 1] eckige Silber- oder Goldmünzen, meist mit der Schere geschnitten, abgewogen und, ohne eigentlich geprägt zu sein, mit kleinen Stempeln in der Mitte und an den Ecken bezeichnet. Es sind entweder Schaumünzen (Jubelklippen) oder Notmünzen (Notklippen), letztere oft aus unedlem Metall.

Der Name soll aus dem Schwedischen herrühren, wo klippa s. v. w. schneiden bedeutet.

Vgl.   Mailliet, Monnaies obsidionales et de nécessité (Brüssel 1868-70).

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