Inn
(engl.), Gast-, Wirtshaus;
Inn-keeper (spr. kihp'r), Gastwirt.
Früher bedeutete I. (wie franz. Hôtel) auch Amtsgebäude etc., daher Inns of Court (s. d.).
Inlet - Innere Mission
Inn
4 Seiten, 3'629 Wörter, 24'140 Zeichen
Inn
(engl.), Gast-, Wirtshaus;
Inn-keeper (spr. kihp'r), Gastwirt.
Früher bedeutete I. (wie franz. Hôtel) auch Amtsgebäude etc., daher Inns of Court (s. d.).
Inn
(bei den Alten
Oenus), einer der bedeutendsten Alpenflüsse, mit einem nach
NO. und O. gerichteten
Thal,
[* 3] welches
das längste inn
erhalb der
Alpen
[* 4] ist, entspringt im äußersten Ende des Oberengadinthals in Graubünden
aus dem Lunginsee an der
Südostseite des
Septimer; nach andern ist die
Quelle
[* 5] der Abfluß des Vadret da Vedoz (Vedozgletschers), welcher einen Teil
der Nordwestseite des
Bernina bekleidet. Im Volksmund hier
Sela genannt, durchfließt er die vier
Seen des Oberengadin: den
Silser- (1790 m ü. M.),
Silvaplana-, Kampfeer- und St. Moritzsee, und nimmt unterhalb des letztern den
Namen I. an. Die Thalsohle steigt mit geringer
Senkung auf beinahe 40 km hin als
Hochebene des Oberengadin nieder und geht bei
Pontalt (Puntauta), wo der
Fluß einen entgegenstehenden Quersattel des
Gebirges in einer wilden, langgestreckten Felsenschlucht
durchbricht, in das Unterengadin über, wo die
Landschaft einen neuen
Charakter annimmt (s.
Engadin).
Schweiz
* 6
Schweiz.
Bei Martinsbruck verläßt der
Fluß die
Schweiz,
[* 6] tritt durch die 8 km lange Schlucht von
Finstermünz nach
Tirol
[* 7] über und durchfließt 22 km
unterhalb ein kurzes, nördlich und nordwestlich gerichtetes Querthal, an dessen
Ausgang
Landeck, ein
Knotenpunkt von Straßenzügen, 837 m ü. M.
liegt und die Rosanna aus dem
Stanzer
Thale links einmündet. Von hier beginnt
das wieder östlich und
nordöstlich sich hinziehende untere Längenthal des
I., das bis Wörgl oberhalb
Kufstein reicht und in zwei Hälften zerfällt:
das engere, hoch liegende, dem Anbau weniger günstige Oberinnthal
, mit kurzen, schlundartigen Nebenthälern bis
Zirl, und
das weitere Unterinnthal
(zuweilen 500 m breit), mit sanften Gehängen und weit geöffneten Nebenthälern
und ebener, fruchtbarer Thalsohle, auf der zahlreiche Ortschaften liegen.
Halitsch - Hall (Städt
* 8
Hall.Der Fluß hat auf dieser Strecke (von Landeck an) sein stärkstes Gefälle, 3,5 m auf 1 km. Er empfängt namentlich auf der rechten Seite starke Alpenbäche, z. B. Ötz, Sill, Ziller etc., und wird bis zur Stadt Hall [* 8] zum Flößen benutzt, von Hall abwärts aber mit Schiffen befahren. Bei Kufstein (473 m ü. M.) bricht der I. zwischen den Bayrischen und den Salzburger Alpen in einem zweiten Querthal nach N. hindurch, empfängt nach dem Austritt aus demselben links die Mangfall (aus dem Tegernsee) und betritt unterhalb Rosenheim die schwäbisch-bayrische Hochebene, welche er, parallel mit der Isar, in zwei großen Bogen [* 9] mit nordöstlicher Hauptrichtung, immer noch mit starkem Gefälle, durchfließt.
Das Bett [* 10] ist breit und inselreich und von hohen, erdigen, zuweilen felsigen Ufern eingeschlossen; die Hauptzuflüsse auf dieser letzten Strecke sind die Alz (aus dem Chiemsee) und die Salzach. Der I. mündet bei Passau [* 11] (287 m ü. M., mit 292 m Breite) [* 12] rechts in die Donau. Sein Lauf beträgt 510 km, während der der Donau bis zur I.-Mündung etwa ebenso lang ist. Der I. ist wasserreicher als die Donau, indes an vielen Stellen reißend und mit Sandbänken versehen; auch steht er ihr an kommerzieller und historischer Wichtigkeit nach. S. Karte »Tirol etc.«
Bayern
* 13
Bayern. Das Inn
viertel, gegenwärtig ein Teil
Oberösterreichs, das Gebiet zwischen der
Donau, dem I. und der
Salza mit den
Städten
Braunau,
Schärding und
Ried, 2200 qkm (40 QM.) mit 40,000 Einw., wurde im
Frieden von
Teschen 1779 von
Bayern
[* 13] an
Österreich
[* 14] abgetreten. Durch den
Wiener
Frieden (1809) kam es wieder an
Bayern, wurde jedoch durch einen
Vertrag zu
Paris
[* 15]
und definitiv an
Österreich zurückgegeben.
Vgl. Meindl, Die Vereinigung des Inn
viertels mit
Österreich
(Linz
[* 16] 1879).