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Fismetenpass - Flæschlihöhe


vergrössern: Geologischer Querschnitt durch den Fläscherberg. Ne. Neocom; Be. Berrias (unterste Kreide); M. Malm; D. Dogger; F. Verwerfungen.
Geologischer Querschnitt durch den Fläscherberg. Ne. Neocom; Be. Berrias (unterste Kreide); M. Malm; D. Dogger; F. Verwerfungen.

Flæscherberg

(Kt. Graubünden, Bez. Unter Landquart). Kurzer mehrgipfliger Kamm, w. Fortsetzung des Rätikon und von diesem durch die Einsattelung der Luzisteig (692 m) getrennt; streicht von SO.-NW. und fällt mit steilen Wänden zu dem seinen Fuss unmittelbar bespühlenden Rhein ab, so dass zwischen Fluss und Berg kaum Platz für einen Fussweg bleibt. Gegen die Luzisteig zu ist der Hang sanfter und zu einem grossen Teil mit Wald bestanden. Der Fläscherberg ist in die Festungsanlagen der Luzisteig mit einbezogen und trägt auf seinem Rücken einige Blockhäuser, die mit der Luzisteig selbst durch eine kleine Militärstrasse verbunden sind.

Auf den Fläscherberg führen ausserdem noch ein zweiter, von Klein Mels bei Balzers im Fürstentum Lichtenstein, und ein dritter, von Fläsch ausgehender Weg. Dieser letztere windet sich durch eine Sturzschuttrinne längs den Felsen des SW.-Hanges in die Höhe. Höchste Spitze der Guschaspitz (1105 m); äusserster nw. Punkt gegen den Rhein zu das Ellhorn (761 m), das von dem Körper des Bergzuges durch ein steil nach NW. absteigendes Thälchen getrennt ist. Der Fläscherberg besteht aus einer Reihe von überliegenden Jura- und Neocomfalten und ist die Fortsetzung der grossen Glarner Ueberschiebung längs der Zone, wo diese unter die Klippen des Rätikon taucht. Sein Bau lässt erkennen, dass er einst über den Gonzen mit der Kette der Churfirsten verbunden gewesen ist und ein Mittelglied zwischen diesen und dem Calanda bildet.

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