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Dynamometer, optisches - Dyskrasie



Dynást

(griech., »Machthaber, Herrscher«),

Regent, kleiner Fürst; im griechischen Staatswesen hießen Dynasten diejenigen, welche sich durch einen Gewaltakt der Regierung bemächtigt hatten, z. B. die 30 Tyrannen in Athen (von der Tyrannis unterschied sich die Dynastie durch die Mehrheit der Regierenden); im Mittelalter solche Grafen und Herren, welche bei dem Verfall der alten Gauverfassung im 11. Jahrh. in den Besitz eigner reichsfreier Territorien gelangt waren. Sie gehörten als alte Freiherren und Semperfreie (viri egregiae libertatis) dem fürstenmäßigen hohen Adel an und bildeten eine Mittelstufe zwischen den Besitzern wirklicher alter Gaugrafschaften und den bloß ritterbürtigen Mittelfreien. Als später die letztern auch oft den Titel Freiherren erhielten, nahmen die alten Freiherren fast sämtlich das Prädikat »Graf« an. Unter den Dynasten des Mittelalters befinden sich die Ahnherren der meisten deutschen Regentenhäuser. Heutzutage werden wohl auch zuweilen die Häupter einer Dynastie (s. d.) Dynasten genannt.

Dynast

(griech.), Herrscher, Machthaber;

Dynastie, Herrschergeschlecht, Fürsten-, Herrscherhaus, z. B. die Habsburger Dynastie, die Dynastie der Hohenzollern;

dynastisch, auf die Dynastie bezüglich, dieselbe betreffend. So spricht man z. B. nicht selten von dynastischen Interessen im Gegensatz zu den Interessen des Volkes oder des Staats.

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