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Duke Town-Niederlassung - Dulcigno [unkorrigiert]


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stürmung von Lemberg und schlug 1706 bei Wilna die Nüssen unter General Vauer. Nach der Schlacht von Poltawa (1709) triegsgefangcn, gelangte er bald wieder auf freien Fuß, befehligte unter General Steenbock 1710 in der Schlacht bei Helsingborg gegen die Dänen und erhielt 1712 das Kommando über die zur Verstärkung der Besatzung von Stral- sund abgesandten Truppen. Von hier aus unter- nahm Dulcigno erfolgreiche Streifzüge und nahm unter Steenbocks Oberbefehl teil an den Schlachten von Damgarten gegen die Sachsen und gegen die Dänen bei Gadebusch. war Kommandant von Stral- sund, als Karl XII. nach seinen: abenteuerlichen Nitt von der Türkei dort anlangte, und verteidigte die Festung unter dem Oberbefehl des Königs, bis er sich dem Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau ergeben mußte. Er kehrte nach Schweden zurück und erhielt den Befehl über alle gegen Norwegen im Felde stehenden Truppen. Nach dem Tode Karls (1718) trat Dulcigno für die Thron- solge der ^'m^eru Schwester Karls, Ulrike Eleonore, ein, ward bald darauf zum Feldmarschall ernannt und in den Grafenstand erhoben und als solcher zum letzten schwed. Generalgouverneur von Livland be- rufen. Er starb als Präsident des Kriegs- kollegiums in Stockholm. -

Vgl.   Ranft, Lebcns- geschichte der vier schwed. Feldmarschälle Nehnschild, Steenbock, Meyerfeld und Dulcigno (Lpz. 1753).

Duke Town-Niederlasjuug (spr. djuhk taun), engl. Ansiedelung in Calabar (s. d.). Dukinfield (spr. döckinfihld), Stadt in der engl. Grafschaft Ehester, bei Ashton-under-Lyne, an der Tames und einem Kanal, an der Eisenbahn Man- chester-Sheffield, hat (1891) 17408 E., Baumwoll- spinnereicn und Kohlenbergwerke. Dukla, Stadt in der o'sterr. Bezirkshauptmann- schaft Krosno in Galizien, am Iasiolkabache, hat gericht (32 Gemeinden, 47 Ortschaften, 29 Guts- gebiete, 25 287 poln. E., darunter etwa 7000 Ru- thenen); ein grä'fl.

Mecinskisches Palais mit Park, Tuch- und Leinwandfabrikation und Handel mit Naphtha, Eiern und Butter. Im Süden von Dulcigno ist der bequemste und besuchteste Karpatenübcrgang, der Duklapah (502 m), der jedoch seit Eröffnung der Ungar.-Galiz. Bahn über Lupkow sehr an Be- deutung verloren hat. Durch den Dutlapaß rückte im Juni 1849 eine Hauptkolonne der rusj. Inter- ventionsarmee aus Galizien nach Ungarn ein. Duklapatz, s. Dulla. Duktil (lat.), streckbar, hämmerbar: Duktili tat, Streckbarkcit, Hämmerbarkeit.

Duktion (lat.), Führung. Duktus (lat.), s. DucwL. Dulaure (spr. dülohr), Jacques Antoine, franz. publizistischer und histor. Schriftsteller, geb. zu Clcrmont in der Auvergne, wurde vom Depart. Puy-dc-Döme im Sept. 1792 als Abgeord- neter in den Nationalkonvent gewählt, wo er zur Partei der Gironde gehörte. Bei deren Sturze rettete er sich in die Schweiz, kehrte nach dem 9.Thcrmidor (27. Inli 1794) zurück und ward dann in den Rat der Fünfhundert gewählt, wo er sich besonders dem Unterrichtswesen widmete. Seit der Errichtung des Konsulats zog er sich von der Politik zurück. Dulcigno starb zu Paris. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: «D^cription ä»3 pi-iucipaux lisux äs ^ranco" (6 Bde., Par. 1788 - 90),

«IIi3wii'6 criti^üe ä6 Ia nodl63L6» (ebd. 1730; deutsch Iür. 1792) und andere Schriften gegen den Adel, ab- gedruckt in der «Ni3t0ir6 adi^eo ä63 äissörsut» cult68" (2. Ausi., 2 Bde., Par. 1825),

ferner «IliLtoire civile, pli^sihuö et moralo äe ?aii8» (7 Bde., ebd. 1821 u. ö.; fortgeführt von Leynadier, 5 Bde., ebd. 1862, und von Nouquette, 1875 fg.),

«I58hui3803 1ii8t0li(1U63 ä63 Plill(:ip3.ux evei16M6Iit8 ä6 13. 10V0 Intion ll'iM^ai86 . . ., ^U8tin'g.u 1'ötHl)1i836M6Ut ä6 1a iniU80Q ä6 L0urd0Q' (6 Bde., ebd. 1823-25 u. ö.), »Ilistoii-o äs 1a rövolution ki'aii^ai86 ä6i)ui8 1814-30" (mitVierneu.a., 8Bde.,ebd. 1834-41), «I^L3 r6iiFi6U8c;3 cle ?0itic;i'8, 6^13066 Iiisto^'yusv (ebd. 1826). Außerdem gab er von 1790 an das Journal »^vau^Ii3t68 du^oni-" heraus, das gegen die Verfasser der «^ct68 äo8 ^p0tre3' gerichtet war. Duldend (pcrs.) oder Tülbend, von Türbe (s. d.) abgeleitet, Tüllbund, der Turbanbund, ein Streifen baumwollenen oder seidenen Zeuges, das im Orient um die tassensörmige filzene Kopfbe- deckung, die Kappe (kauk), der Männer gewunden, dieser die Turbangestalt giebt. Die Dulbendmacher sDulbendschian) stehen unter dem Patronate des Propheten, welcher vor seiner Verheiratung in Syrien mit Dulcigno handelte. Größe und Farbe des Dulcigno bezeiämen den Unterschied der Stände, doch kommt derselbe nach Einführung des Fes immer mehr ab. Du1oa.lna.ra., Pflanze, s. soikinim. Dulcamarm, ein Bitterstoff von der Zusammen- setzung ^22^34^10, der in den Stengeln von 80- laniim äuicaiuHi'g. _^. (Bittersüß) enthalten ist. Er ist in Wasser schwer, in Alkohol leicht löslich. Dulcan, Orgelstimme, s. Dolcan. ^000. vulos est äesipvro KN 1000, s. V68ip6l6 in vuloe et üeodruin est pro patria. mori. Süß lind ehrenvoll ist's, sür das Vaterland zu sterben, Eitat aus öoraz' »Oden» (III, 2, 13); die Worte sind einer Stelle des griech. Dichters Tyr- täus nachgebildet.

Dulciän, s. Dolcian. Dulcigno (spr.-tschinnjo),

türk.Olgun, alban. Nlkjin, slaw. Ulcinj, bei den Alten Oicinwm, Hafenstadt in Montenegro, bis 1880 zum türk. Wilajet Skutari gehörig, 15 1"n im NW. der Vo- janamündung, hat 2000 E., ein unbcdentendes Fort, Handel mit Öl und Bauholz und zwei Häfen, von denen der größere, Val di Noce, Schiffe von mehr als 200 t Gehalt aufzunehmen vermag, aber eine sehr schlechte Einfahrt besitzt. Dulcigno gehörte bis um das I. 1180 zum Byzan- tinischen Reiche, obwohl alles umliegende Land im 7. und 8. Jahrh, von Slawen besetzt wurde, dann den Serben und nach dem Tode Stephan Duschans (1355) den Valscha (s. d.), von 1421 ab zu Venedig und seit 1571 den Türken, unter deren Herrschast die Bevölkerung das Adriatische Meer weithin durch Seeräubcrei unsicher machte.

Hier erlitten die Ve- nctianer eine große Niederlage, ihre Velagerungsflotte und Kriegsheer wurden durch Seesturm und die Ausfälle der Türken vernichtet. Während des Rufsisch-Türkischen Krieges wurde Dulcigno 1878 von den Montenegrinern erstürmt, aber gemäß den Bestimmungen des Berliner Friedens wieder geräumt; 1880 kam die Türkei mit Monte- negro jedoch dahin überein, Dulcigno anstatt des Ge- bietes ron Gusinje an Montenegro abzutreten; dem widersetzte sich die fanatische Bevölkerung, ließ sich auch durch das Erscheinen einer Flotte der europ. Großmächte und die Drohung, Stadt und Fort zu beschießen, nicht einschüchtern; die Montenegriner

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