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Downs - Dracaena



Doyen

(franz., spr. dŏajäng, v. lat. decanus), der Älteste, besonders dem Dienstalter nach, namentlich in dem diplomatischen Korps der bei einem Kabinett akkreditierten Gesandten, welcher den Vortritt vor den andern und bei gewissen Gelegenheiten als Wortführer zu fungieren hat.

Die Gemahlin dieses Gesandten, welche bei Vorstellungen bei Hof ebenfalls eine bevorzugte Stellung einnimmt, wird Doyenne genannt. Doyen bedeutet auch s. v. w. Dechant, Dekan;

Doyen d'âge, auch bloß Doyen, Alterspräsident.

Doyen

(spr. dŏajäng), Gabriel François, franz. Maler, geb. 1726 zu Paris, war Schüler Vanloos, bildete sich von 1748 bis 1755 in Italien, ward 1777 Hofmaler des Grafen von Artois und Lehrer der Akademie zu Paris, 1791 Direktor der Akademie zu Petersburg und starb daselbst. Von seinen Werken besitzt Paris: Tod der Virginia;

Venus, von Diomedes verwundet;

Ulysses, den jungen Astyanax aufsuchend;

Triumph der Amphitrite;

die heil. Genoveva, wie sie Paris durch ihre Fürbitte von der Pest befreit, jetzt in der Kirche St.-Roche. Einige Gemälde von Doyen besitzen die kaiserliche Eremitage und die Akademie der Künste in Petersburg.

Effektvolles Kolorit und richtige Zeichnung, besonders verkürzte Formen, sind die Vorzüge seiner Gemälde.

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