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Dordrecht - Doré



Dore

(spr. dor), Fluß im franz. Departement Puy de Dôme, entspringt in den 1000 m hohen Dorebergen, verfolgt nördliche Hauptrichtung, fließt an Ambert, Courpière, wo der Couzon, und an Puy-Guillaume vorüber, wo die Cerdogne einmündet, und fällt in der Nähe von Ris in den Allier.

Die Länge des sehr reißenden Flusses beträgt 130 km.

Doré,

Gustave, franz. Maler und Illustrator, geb. zu Straßburg, zeigte schon als Knabe ein bedeutendes Zeichentalent und lithographierte in seinem zehnten Jahr Skizzen zur Sittengeschichte des Departements Ain. Mit 13 Jahren kam er nach Paris und war mit 15 Jahren bereits als Illustrator am »Journal pour rire« thätig. Zugleich stellte er in den Salons landschaftliche Federzeichnungen aus. Im J. 1854 gab er sein erstes Illustrationswerk, Zeichnungen zu Rabelais' »Gargantua et Pantagruel«, heraus, welchem eine lange Reihe von umfangreichen Cyklen folgte, unter denen sich die Illustrationen zu Eugen Sues »Ewigem Juden«, zu Perraults »Märchen«, zu Dantes »Hölle«, (1861),

zum »Don Quichotte« (1863),

zur »Bibel« (1865),

zu den »Fabeln« Lafontaines (1867), zu Ariost (1879) durch den Reichtum der aufgewendeten Phantasie und durch die technische Ausführung in Holzschnitt, welche durch die von Doré herangebildeten Xylographen Pisani und Pannemaker den verwegensten malerischen Effekten des Künstlers gerecht wurde, eine große Popularität und eine weite Verbreitung in Frankreich, Deutschland, England etc. erwarben. Der unerschöpfliche Reichtum seiner Phantasie und die Leichtigkeit seines Schaffens verführten ihn zuletzt zu Maßlosigkeiten und Bizarrerien, welche namentlich seine letzte größere Arbeit, die Zeichnungen zu Ariosts »Rasendem Roland«, entstellen. Der Mangel an gründlicher künstlerischer Bildung offenbarte sich nicht so sehr in seinen Zeichnungen als in seinen Gemälden, welche er gern in kolossalem Maßstab

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