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Dimotika - Dinapur [unkorrigiert]


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bei parasitischen Formen der Fall ist, indem beide Geschlechter dnrch das Schmarotzertum rückgebildet werden, aber in verschiedener Richtung, bei schma- rotzenden oder festsitzenden Krebsen, bei Stern- würmern u. s. w. Daneben giebt es Tiere, bei denen nur ein Geschlecht dimorph ist; so finden sich zweier- lei Weibchen bei einer Anzahl malaiischer Tag- schmetterlinge, bei manchen Schwimmkäfern n. s. w. Seltener ist diese Erscheinung bei Männchen, doch findet sie sich bei einigen Vlatthornkäfern und wurde von Fritz Müller bei den Männchen einer brafil.

Assel (1auai8 äudiuL F.M/??6,-) beobachtet, welche auf zweierlei Art zum Aufsuchen, resp. Festhalten der Weibchen ausgestattet sind: die einen, die «Rie- cher'), haben besonders entwickelte Geruchsorgane, welche der andern Form fehlen, doch ist diese dafür wieder mit Greiforganen versehen, es sind »Packer». Auch nach den Jahreszeiten kann ein und dieselbe Tierart in zweierlei Formen auftreten: manche Schmetterlinge haben eine Sommer- und eine Wintergeneration, die in ihrer Färbung so sehr von- einander abweichen, daß man früher zweierlei Arten annahm. Diefer sog. Saisondimorphis - mus betrifft beide Geschlechter und nähert sich sehr der Hcterogenesis (s. d.) und weiter sogar dem Gc- ncrationswechsel (s. d.). Dimotlka, Stadt in der Türkei, s. Demotika.

Dimoviereu (lat.), fortschaffen, entfernen: Di- motion, Fortschaffung. Dimyarier, Zweimuskler, s. Muscheln. Dmadschpur, Distrikt der Division Nadsch- schahi-Kotsch-BibarderLieutenant-Gouverneurschaft Bengalen des Indobritischen Reichs, mit 10665 daner, 716.630 Hindu, 1435 Santal und 457 Chri- sten). Dinapur ist ein niedriges, wellenförmig von N. nach S. abfallendes Flachland. Der bedeutendste der zahlreichen Flüsse ist der von den Bergen von Sikkim herabkommende Atrai, im Oberlauf Karota genannt, ein Nebenfluß des Brahmaputra.

Die seit einigen Jahreu eröffnete nordbcngal. Eisenbahn durchschneidet den Distrikt. Das Klima ist sehr un- gefund, befonders herrfcht in der beißen Jahreszeit eine für Europäer gefährliche Malaria. Voden- erzeugnisse sind Neis, Weizen, Gerste, verschiedene Arten Hirse und Ölpflanzen, Pfeffer, Ingwer, Ko- riander, Anis, Bananen, füfte und gewöhnliche Kar- toffeln, Gurken- und Kürbisarten und Zuckerrohr. Die Erträgnisse an Baumwolle, Tabak und Indigo sind nur gering. Die Bevölkerung ist arm und stobt auf niedriger Bildungsstufe. - Wichtige Orte sind die Hauptstadt Dinapur (durch Eisenbahn mit Kalkutta verbunden, mit guten sanitären Einrichtungen, ^1881) 12 560 E., darunter 6407 Mohammedaner, 6059 Hindu) sowie Hemtabad. Dinan (spr. -näng).

1) Arrondissemeut des franz. Depart. Lotes-du-Nord, hat 1398, ,9 (1891) 121.232 E., 91 Gemeinden und zerfällt in die 10KantoneVroons(226,44qIvm, 15546 E.), Caulncs (136,09 ykm, 9433 E.), Dinan-Eft (69,43 hkm, 15536 E.), Dinan-Ouest (122,75 c^km, 16 374 E.), Evran (119,95 (ikm, 10023 E.), Iugon (193,i? cikm, 12 047 E.), Matignon (195,92 ^km, 14375 E.), Plancoe't (166,39 qkm, 13872 E.), Plelan-le-Petit (85,28 qkm, 5496 E.), Ploubalay (82,4? c^km, 8530 E.). - 2) Hauptstadt des Arrondissements Dinapur und der Kantone Dinan-Eft und Tinan-Ouest, 60 km östlich von ein prächtiger, 250 m langer, 40 m hoher Viadutt führt, an der Mündung des Kanals der Ille und Nance und an den Linien Avranches-Lamballe und Dinapur-Dinard (21 km) der Franz.

Westbahn, auf einem 73 m hohen Hügel, mit einem Hafen, der Schiffe von 150 t aufnimmt und zur Flutzeit mit dem 12 km entfernten von St. Malo in Verbindung steht, ist Sitz eines Gerichtshofs erster Instanz, des Kom- mandos der 10. Kavalleriebrigade, hat (1891) 8032, als Gemeinde 10444 E., in Garnison das 24.Dragoner- und 13.Husarenregiment. Die Stadt ist sehr alt, größtenteils schlecht gebaut, mit engen, finstern und krummen Straßen, von hohen, dicken Mauern mit Türmen und schönen Thoren um- schlossen und mit schönen Promenaden, einer Schöp- fung des hier geborenen Historikers Duclos, um- geben.

Ihr um 1300 erbautes stattliches festes Schloß, welches im Mittclalter den Herzögen von Bretagne zum Wohnsitz und meist zur Abhaltung der Landtage diente, wird jetzt als Gefängnis be- nutzt. Der Platz Vertrands Duguesclin, ein Teil des Turnierplatzes, auf dem der Held 1359 mit dem engl. Ritter Contorbie kämpfte, ist seit 1823 mit seinem Standbilde geziert; sein Herz ist in der Kirche St. Sauveur (mit einer Facade aus dem 12. Jahrh.) bei- gesetzt. Dinapur bat ein Kom'munalcoll^ge, ein Irrenhaus, ! Flachsbau, Hanfspinnereien, Salzsiedereien, Fabri- kation von Ackerbaumaschinen, Thonwaren,Flanell, Leinwand, Segeltuch, Baumwollstoffen, Leder, Por- zellanwarcn und Rübenzucker, sowie bedeutenden Handel mit Vieh, Butter, Getreide, Hanf, Lein- wand, Zwirn und Wein.

Etwa 1 km vor der Stadt liegt in einem reizenden Thale der nach einem alten Schlosse Couinnais benannte eisenhaltige Sauer- brunnen mit einem kalten Mineralbade. DinlNtderie (frz., spr. -nangd'rih), Messingge- schirr (nach der belg. Stadt Dinant benannt). Dmant (spr. -näng), eine der ältesten Städte Belgiens, in der Provinz Namur, an der Linie Namur-Givet der Velg. Nordbahn, im Durchbruchs- thal der Maas, zwischen dieser und steilen Kalkstein- felfen, hat (1890) 7245 E., Glashütte, Papieruiühlen, Marmorsäge, Gerbereien, Getreide- und Ölmühlen, Karten-, Eisen- und Kupferwarenfabriken fowie leb- haften Handel.

Berühmt waren im Mittelalter die getriebenen Kupfer- und Messingwaren von Dinapur ( jetzt sind es die Dinanter Kuchen, aus Speltmehl und Honig. Hinter der got. Liebfrauen- kirche (aus dem 13. Jahrh., neuerdings restauriert, mit 68 m hohem Turm und bemerkenswerten Por- talen) führt eine Fclfentreppe (408 Stufen) zur Festung, welche 1818 an der Stelle des 1690 von den Franzosen geschleiften Schlosses gebaut wurde, deren Werke aber seit 1879 verkaust sind, da der Ort keine strategische Bedeutung mehr bat.

Die ganze Felsenwand ist terrassenförmig in Gärten eingeteilt, an der Maas ziehen sich fchöne Promenaden entlang, die nach dem Schloß von Walfin, der Abtei Wauls- ort, der Grotte und dem Schloß von Freyr und zum Bayardfelsen führen. Eine^ eiserne Brücke über die 3NaassübrtzuderVorstadt^t.Medard. -Gefchicht- lich berühmt ist die Verwüstung der Stadt durch den Grafen von Eharolais (Karl den Kühnen) im Krieg gegen Ludwig XI. (1466), ferner der Sturm des Herzogs von Nevers (1554) im Dienst Heinrichs II. gegen Kaiser Karl V. 1675 ward sie abermals von den Franzosen genommen, aber im NyswijkerFrieden 1697 dem Bistum Lüttich zurückgegeben, dem der Ort seit der Hohenstaufenzeit bis 1794 gehörte. Dinapur, Stadt in Vengalen, s. Dänapur.

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