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Dietrichs Drachenkämpfe - Dietrichson



Dietrichs

Drachenkämpfe, Gedicht, s. Dietrich und seine Gesellen.



Dietrich,

ein Haken zum Öffnen von Schlössern ohne Schlüssel.

Eine Anzahl verschiedener Dietriche bilden das Sperrzeug des Schlossers.

Titel

Dietrich

(latinisiert Theodericus), altberühmter Mannesname, s. v. w. Volksfürst. Bemerkenswerte Regenten:

1) Fürst von Anhalt-Dessau, dritter Sohn des Fürsten Leopold I., geb. zu Dessau, trat 1716 als Oberstleutnant in holländische, 1718 in preußische Kriegsdienste. Im ersten und zweiten Schlesischen Krieg beteiligte er sich mit Auszeichnung an den Schlachten bei Mollwitz und Hohenfriedberg und ward nach der letztern von Friedrich d. Gr. zum General der Infanterie, 1747 zum Generalfeldmarschall ernannt, nahm aber krankheitshalber 1750 seine Entlassung. Nach dem Tod seines Bruders Leopold Maximilian führte er 1751-58 die Regierung des Landes und die Vormundschaft über seine Neffen und Nichten. Dietrich starb unvermählt

2) (Kagelwit) Erzbischof von Magdeburg, geboren um 1300 zu Stendal als Sohn eines Gewandmachers aus der Familie v. Portitz, trat in den Cistercienserorden, ward Schaffner in dem Kloster Lehnin in der Mark Brandenburg, 1329 Protonotar und Hofmeister des Bischofs Ludwig von Brandenburg und 1353 von Kaiser Karl IV., dem er namentlich bei der Erwerbung der Kurmark Brandenburg treffliche Dienste leistete, zum Bischof von Minden, Propst von Wyschehrad und Kanzler von Böhmen ernannt. 1361 wurde er auf Wunsch des Kaisers vom Papst zum Erzbischof von Magdeburg erhoben. Er verwandte als solcher seine aus Böhmen mitgebrachten Schätze dazu, die verpfändeten magdeburgischen Festungen und Schlösser wieder an das Erzstift zu bringen und kostspielige Bauten zu unternehmen, und wehrte dem Faustrecht, erlitt aber auf einem zu diesem Zweck unternommenen Zuge gegen den Bischof Gerhard von Hildesheim 1367 bei Dinklar eine Niederlage. Er starb

3) Dietrich der Bedrängte, Markgraf von Meißen, jüngster Sohn des Markgrafen Otto des Reichen, wurde mit seinem ältern Bruder, Albrecht dem Stolzen, dadurch entzweit, daß ihr Vater auf Zureden seiner Gemahlin Hedwig, Tochter Albrechts des Bären von Brandenburg, die Erbfolge dahin abänderte, daß Dietrich die Mark Meißen, Albrecht dagegen nur die Grafschaft Weißenfels erhalte. Dietrich, von dem Landgrafen Hermann I. von Thüringen, dessen Tochter Jutta er geheiratet hatte, unterstützt, schlug zwar 1194 seinen Bruder von Weißenfels zurück, unternahm jedoch nichts gegen dessen Land, sondern trat 1195 eine Wallfahrt nach Palästina an. Nach Albrechts Tod 1195 gedachte Kaiser Heinrich VI. Meißen mit seinen reichen Bergwerken in Besitz zu nehmen,

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