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Crucis - Crusenstolpe [unkorrigiert]


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durch die strengen Lutheraner. Er starb Crusenstolpe veröffentlichte Reden, Abhandlungen und eregetifche Schriften. -

Vgl.   Pressel, Cruciger (in «Leben und ausgewählte Schriften der Väter und Begründer der luth. Kirche», 8. Tl., Elberf. 1862).

öruois (lat., «des Kreuzes», Genitiv von orux), der dritte Quatember, der Mittwoch nach dem Tag der Kreuzeserhöhung (Vxg,1tktio 83,nl)ta6 crucis, «Erhöhung des heil. Kreuzes», 14. Sept.). Crudität (lat.), roher Zustand, Unverdaulichkeit. Erüger, Johannes, Kirchenkomponist, geb. 9. April 589 zu Grohbreesen bei Guben, war an- fangs Schullehrer, studierte seit 1620 in Wittenberg Theologie und wurde 1622 Organist an der Nikolai- kirche zu Berlin, wo er starb. Crusenstolpe ver- faßte mehrere theoretische Schriften, wie «?ra.6- O6pt9. INU8I03.6 pi-actioas tiFin-Hiig» (Berl. 1625), «3^Q0p8i8 mu8icH6» (ebd. 1630),

«Hu3.68tioii68 mu8ieH6') (ebd. 1650), und komponierte viele Cho- räle, die zum Teil noch jetzt gesungen werden (»Nun danket Alle Gott", «Jesus, meine Zuversicht»). Ge- sammelt sind seine Kirchenlieder in: «Neues Ge- saugbuch Augsburger Konfession» (1640),

«Geist- liche Kirchen-Melodeien» (Lpz. 1649),

«?89.1ni0äi9. ßacra» (1658) und «?rHxi8 pietatis» (1658). Cruikshank (spr. krükschänk), George, engl. Kantaturenzeickner, geb. zu Lon- don, gest. daselbst wurde zuerst durch die polit. Karikaturen berühmt, zu denen ihn 1819 der Prozeß gegen die Königin Karo- line veranlaßte, und denen zahlreiche Darstellungen aus dem engl. Volksleben folgten. Mit seinem ältern Bruder Robert Crusenstolpe (gest. 1856) fertigte er die Skizzen «I^ils in I^onäou», zu denen «I^ils in ?3.ri8» ein Seitenstück bildet.

Seit 1835 ließ er den " (^omio ^Inikmac» erscheinen und lieferte die Illu- strationen zu den Werken Dickens' und anderer Schriftsteller. In Hogarthscher Weise gab er 1848 acht geistvolle Blätter («11i6 dottis») heraus, welche die Folgen der Trunkenheit veranschaulichen. Eine Fortsetzung davon, ebenfalls in acht Blättern, «Ne slrrmlcarä'3 ckilärLn», schildert die Schicksale der verwahrlosten Kinder eines Trunkenbolds. Von seinen spätern Arbeiten ist das «I.if6 ok?ai8t3.ss» 11858), mit Tert von Vrough, zu nennen. C.s [* 1] Figuren, obwohl karikiert, sind der Natur mit großer Treue abgelauscht, bizarr und drollig; doch stößt ein gewisser Hang zum Fratzenhaften zuweilen ab. In den letzten Jahren seines Lebens wandte er sich der Ölmalerei zu. -

Vgl.   Reid, Noinplsts eata- 10FU6 ok t1i6 6UFr3,v6ä ^ork8 ok (^60rF6 0. (3 Bde., Lond. 1873);

Oruik^knkikma.-. OoUkotiou ok Ki8 mo8t 06i6dra.t6ä ^01^8 (ebd. 1875);

Bates, (^sor^e 0. tke artist (ebd. 1878 u. ö.);

Ierrold, I.ik6 ol 6. 0. (2 Bde., ebd. 1882);

Stephens, Nkmoir of 6. 0. (ebd. 1891).

Crumpfall (spr.krömmphahl), Fabrikstadt in der engl. Grafschaft Lancaster, 4 km nördlich von Man- chester, hat (1391) 10371 E. ^S. 158d). vrnxÄlis «.rtsrll^. vona., nbrvns (lat), Oberschenkelpulsader, -Blutader, -Nerv (s. Bein). schenkel; kruräl, die Schenkel betreffend. Erufado, portug. Münze, s. Cruzado. t?ruso2, ^oeaäLuiia. äsiig. (lat. ^caäsniia kui-fui'601'niii), in Florenz, die berühmteste unter den zahlreichen Akademien Italiens und eine der we- nigen, die seit dem 16. Jahrh. Dauer und im gan- zen ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Sie ging aus einem Verein zu litterar. Unter- haltung hervor, zu dem 1582 in Florenz Grazzini mit Vernardo Canigiani, Giambattista Deti, Ber- nardo Zanckini und Bastiano de' Rossi, bald auch Lionardo Salviati zusammentraten. Die Gesell- schaft hatte zunächst nur den Zweck, fremde und eigene Geisteserzeugnisse vorzulesen und zu be- sprechen oder, nach einem scherzhaften unter den Mitgliedern geläufigen Ausdrucke, die »Kleie» (eru8eg von dem «Mehl» zu sondern. 1584 wurde sie als Akademie mit Statuten ausgestattet. Die Mitglieder wählten sich nach der damaligen Sitte akademische Beinamen, die zu der Bezeichnung «Oru80H» paßten. In ihren Schriften und Vor- trägen wurden die Bilder von Sack, Mehl, Kleie, Sieb u. s. w. bis zur äußersten Geschmacklosigkeit durchgeführt. Als Sinnbild der Akademie wählte man 1587 den Neutelkasten (li-uNons), der bis heute blieb. .Hauptgegenstand ihrer Arbeiten war die ital. oder, wie man sie lieber nannte, die toscan. Sprache. Der Beschluß zur Abfassung eines Wörterbuchs wurde gefaßt und dessen Bearbeitung auch sofort in Angriff genommen. Nachdem die 0. eine Ausgabe Dantes (Flor. 1595) veröffentlicht hatte, erschien 1612 zu Venedig die erste Ausgabe des be- rühmten «Vocadolai-io äöM ^ee3.ä6inioi äsiig, 0.», 1623 die zweite nach längern Zwischenräumm, 1691 die dritte, 1729 - 38 die vierte.

Nach dieser Zeit nahm die 0. an Bedeutung ab. Großherzog Leopold vereinigte sie 1783 mit den beiden andern zu Florenz bestehenden Akademien zur ^ceaäßiuig. ^iorkutina.. 1811, unter der franz. Herrschaft, ward die 0. als be- sondere Akademie wiederhergestellt und 1819 mit neuen Statuten ausgestattet. Ihr Hauptgegenstand ist noch immer die ital. Sprache, und ihr Ansehen, so heftig sie wiederholt angegriffen worden, hat sich er- halten. Nachdem der Anfang eines neuen Drucks des Wörterbuchs (1843) keinen Fortgang gehabt, erschienen seit 1863 6 Bände der neuen Ausgabe. Von den «^tti» erschienen 1819-29 3 Bände, seit- dem kleinere Lieferungen. Die Einrichtung der 0. diente zum Vorbild für die von Fürst Ludwig von Anhalt, einem Mitgliede der 0., 1617 gestiftete «Fruchtbringende Gesellschaft». -

Vgl.   Zannoni, 8toi-ig. äeii' ^ecaäeinia, äßlia (^. (in Bd. 1 der «^.Ui»); Reumont, Zur Geschichte der Akademie der 0. (in den «Beiträgen zur ital. Geschichte», Bd. 6, Verl. 1857).

Erusenstolpe, Magnus Jakob, schwed. Publizist und Romanschriftsteller, geb. zu Iön- köping, wurde 1825 Assessor am schwed. Hofgericht zu Stockholm und widmete sich seit 1834 litterar. Arbeiten. Er starb zu Stockholm. Crusenstolpe trat 1821 zuerst mit drei Novellen auf, die sein Talent für die histor.-romantische Erzählung bekun- deten («Kleine Erzählungen», Verl. 1844). Spätere Arbeiten dieser Art sind: «Vistkaärsii» (1842) und «1V6NU6 3.kt6Q8k9.i)» (1847). Sein erstes bedeuten- des publizistisches Werk waren die «I^olitiLica A8iZ» ter" (Bd. 1, Stockh. 1828),

worin er als Lobredner der sog. Freiheitszeit von 1719 bis 1772 auftrat. 1828 unternahm er mit L. I.Hjerta die Herausgabe einer Reichstagszeitung im Geiste der Opposition, und als Hjerta das demokratische «^ltondi^äkt» gründete, begann Crusenstolpe 1830 «?ää6i'u68laiiä6t» im Interesse der Negierung, das jedoch 1833 einging. Hierauf veröffentlichte Crusenstolpe wieder in liberalem Sinne «8ki1ärinF3.i' ur äßt iurs ».k äg.F6Q8 ki8toi'iÄ" (2 Bde., Stockh. 1834),

«1720, 1772 ocb 1809» Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.

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