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Bahnsteig - Bahrain-Inseln



Bahrain-Inseln

oder Aval-Inseln, Gruppe von Inseln, 30,4 km von der arab. Seite des Persischen Meerbusens entfernt, unter 26° nördl. Br. und 50° 39' östl. L. von Greenwich, in einer im SO. von der Halbinsel Katar und im NW. vom Rao Tannura begrenzten Bai. Die Bevölkerung beträgt etwa 68000, die Zahl der Dörfer 50. Am bedeutendsten ist Bahrain oder Aval, das alte Tylus; die andern sind kleine Eilande. Bahrain erstreckt sich 41 km von N. nach S., mit einer größten Breite von 15 km, ist im Innern etwas gebirgig, an den Küsten sehr flach und von vielen Sandbänken umgeben.

Der Boden ist quellenreich und außerordentlich ergiebig, wenngleich nur teilweise gut angebaut, und liefert viel Datteln, Mandeln, Limonen, Granatäpfel, Wein, Feigen, Weizen und Gerste. Menama, die Hauptstadt, am nordöstl. Ende der Insel, zählt etwa 8000 E., ist gut gebaut, besitzt zwei Häfen, einen reichen Bazar und große Karawanseraien zur Aufnahme der zahlreichen Kaufleute, welche zur Zeit der Perlfischerei (April bis Oktober) sich hier einfinden. Nur klein ist Maharrak, der Sitz des Scheichs und des engl. Residenten, mit der Stadt Arad (Aradus des Plinius).

Die bedeutenden Perlbänke liegen in einer Tiefe von 15 bis 60 m und erstrecken sich in einer Ausdehnung von 300 km von den Biddulfsinseln südöstlich bis Schardscha. Zur Zeit der Perlfischerei versammeln sich hier über 400 Boote. Der Handel mit den Muscheln wird sogleich an Ort und stelle getrieben;

gegen drei Vierteile kaufen die Hinduhändler;

der Rest geht nach Bagdad, Syrien, der Türkei u. s. w. Auch der übrige Handel ist nicht gering, da Menama der Mittelpunkt des ganzen Handels dieser Ostküste Arabiens ist. 1888 betrug

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