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Aufzins - Aufzüge


Elemente

Aufzüge,

[* 1] Vorrichtungen zur Vertikalförderung von Personen und Lasten auf senkrechten oder ansteigenden Bahnen in Wohnräumen, Warenhäusern, Magazinen, öffentlichen Gebäuden, industriellen Anlagen, Hüttenwerken (besonders Gichtaufzüge, s. d.), Bergwerken (in diesem Fall Schachtförderung genannt), werden, in kleinern Dimensionen ausgeführt, auch als Fahrstühle bezeichnet. Die zu einem kompletten Aufzug für Personen oder Lasten gehörigen Hauptbestandteile sind: der Motor (Menschen-, Tier-, Wasser-, Dampfkraft, Elektrizität etc.), eine Windevorrichtung (nach Art der Trommelwinden mit Seil oder Kette, oder der Paternosterwerke mit endloser Kette, oder nach Art der hydraulischen Pressen etc.), der zur Aufnahme der Last bestimmte Teil (Fördergestell, Förderschale, Förderkorb, auch Fahrstuhl im engern Sinn genannt) mit dessen Führungen oder Leitbäumen (die aus Balken, Eisenschienen oder Seilen bestehen) und endlich die Sicherheitsvorrichtungen, durch welche die höchste Sicherheit des Betriebs erreicht werden soll, und die besonders bei Personenaufzügen von Wichtigkeit sind.

Man teilt die am besten ein nach der Art ihres Betriebs in 1) Hand-, 2) Transmissions-, 3) Dampf-, 4) hydraulische, 5) pneumatische, 6) elektrische Aufzüge. Die Handaufzüge, im allgemeinen nur zur Förderung kleinerer Lasten bestimmt, werden zum Aufwinden von Speisen, Brennmaterial, Getreidesäcken etc. in Wohnungen, Magazinen, Mühlen etc. benutzt; die eigentliche Hebemaschine ist bei ihnen gewöhnlich ein Handhaspel. Die Transmissionsaufzüge werden von einer stetig laufenden Transmissionswelle aus, die außer dem Aufzug noch andre Maschinen zu treiben hat, durch Einrückung eines Riemenbetriebs, eine Kuppelung etc. in Bewegung gesetzt; sie werden als Personen- und Lastenaufzüge da gebraucht, wo von einer Transmission genügende Kraft abgegeben werden kann.

Der älteste und gebräuchlichste dieser Aufzüge ist der mit dem speziellen Namen Fahrstuhl (Stuhlwinde) belegte [* 1] (Fig. 1). Von der Transmissionswelle a aus wird die hölzerne Riemenscheibe b betrieben, deren gleichfalls hölzerne Welle c als Windetrommel für das über die Leitrolle d geführte Seil dient, welches den Stuhl e, der zur Aufnahme der Last dient, an dem Leitbaum h durch alle Etagen führt. Durch kräftiges Ziehen an einem Zugseil f kann man die Scheibe anheben, so

[* 1] ^[Abb.: Fig. 1. Fahrstuhl (Stuhlwinde).]

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