Hauptteil

Seite 51.804

Aram - Aramäa


Elemente

Aramäa

(von Aram, das im Alten Testamente Teile Syriens und Mesopotamiens bezeichnete) begreift das ganze, in zum Teil natürliche, aber historisch schwankende Grenzen eingeschlossene Land im Nordosten Palästinas, zwischen Phönizien, dem Libanon, Arabien, dem Tigris und Taurus, Länder, die von den Griechen Syrien, Babylonien und Mesopotamien genannt wurden. Die gemeinsame Sprache der dort herrschenden Völker, die zu dem semit. Stamme gehörten, wird die aramäische Sprache genannt und zerfällt in 1) die ostaramäischen Dialekte, unter denen der Dialekt von Edessa der wichtigste ist, weil er die Litteratursprache aller christl. Syrer geworden ist und deshalb geradezu als die syr. Sprache bezeichnet wird; zu ihnen gehört die Sprache der Mandäer im untern Babylonien und die mit ihr ganz nahe verwandte Sprache des babylon. Talmuds und zwar der Gemara;

2) die westaramäischen Dialekte, zu denen außer der Sprache der palmyrenischen und nabatäischen Inschriften und der Litteratur der Samaritaner das Biblisch-Aramäische, d. h. das Idiom, in dem verschiedene Stücke des Alten Testaments (Esra 4,8-6,18; 7,12-26; Dan. 2,4-7,28) abgefaßt sind und das man früher irrtümlich als chaldäische Sprache bezeichnete, und das Idiom

facebook