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Aortenbogen - Apáfy (Michael I.)



Apachen

(Apatschen, Apaches), wilder, kriegerischer, etwa 7000 Köpfe zählender nordamerik. Indianerstamm, welcher in Teilen von Texas, Neumexiko und Arizona in den Vereinigten Staaten und in Sonora, Chihuahua und Durango in Mexiko schweift. Der Name Apachen ist ihnen von den Yuma gegeben, sie selbst nennen sich Schisinte, «Männer des Waldes». Sie zerfallen in mehrere Unterabteilungen, wie die Mescalero, Jicarilla, Navajo, Sipan u. a. Die Apachen sind ein Reitervolk, das von Jagd und Raub lebt und in seiner Unbändigkeit aller höhern Kultur und Civilisation widerstrebt.

Die Weißen machten zwar wiederholte Versuche, die Apachen zu unterwerfen und zu civilisieren, doch scheiterten dieselben bis heute. Während die mexik. Regierung ihren Heimsuchungen noch nicht steuern konnte, ist es der Regierung der Vereinigten Staaten in neuester Zeit gelungen, die Apachen auf Reservationen anzusiedeln, die unter dem Indianersuperintendenten von Neumexiko stehen. So wohnen jetzt von den Apachen 4550 in Arizona, 1600 in Neumexiko, 337 im Indianerterritorium, im ganzen also 6487. Auf Grund ihrer Sprache gehören die Apachen (nach den Untersuchungen Buschmanns) dem südlichsten Hauptaste der athabaskischen Sprach- und Völkerfamilie an. (S. Tafel: Amerikanische Völkertypen, [* 1] Fig. 9, 10.) -

Vgl.   Buschmann, Das Apache als eine athapaskische Sprache erwiesen (2 Abteil., Berl. 1860-63);

Browne, Reisen und Abenteuer im Apachenlande (Jena 1870);

Gatschet, Zwölf Sprachen aus dem Südwesten Nordamerikas (Weim. 1876).

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