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Amerikanist - Amfortas



Amethyst,

eine als Schmuckstein vielfach verwendete, schön blau oder violett gefärbte Varietät des Quarzes (s. d.), die meist in stengligen oder unregelmäßig gegeneinander begrenzten, in freie Kristallenden auslaufenden Individuen, in Geschieben und derb vorkommt. Der Name stammt vom griech. amethystos und knüpft sich an den Glauben, daß der Amethyst ein Mittel gegen die Trunkenheit abgebe. Die charakteristische Farbe, die ihn fast allein vom Bergkrystall unterscheidet, wird ihm durch die Beimengung einer organischen Substanz erteilt, da sie beim Erhitzen in Gelb und Grün übergeht und dann verschwindet, so daß der Stein farblos wird.

Von dieser merkwürdigen Eigenschaft machen die Steinschneider Gebrauch; viele der geschliffenen sog. Citrine und Goldtopase sind im Feuer gelb gefärbte Amethyst. Enthält der Amethyst dünne Blättchen von Eisenglimmer oder nadelförmige Krystalle von andern Mineralsubstanzen, so führt er den Namen Haaramethyst. Man findet ihn auf Gängen in ältern Gebirgen, bisweilen mit Erzen; häufig auch Drusen in Achatkugeln der Mandelsteine bildend. Sehr schöne Krystalle kommen zu Oberstein in Birkenfeld, am Rothenkopf im Zillerthal, zu Porkura in Siebenbürgen, auf der Insel Ceylon, in Brasilien und an der St. Marysbai in Nordamerika vor. Der Preis geschliffener Amethyst, früher unter denen der Halbedelsteine der höchste, ist durch starke Einfuhr aus Süd- und Centralamerika sehr heruntergegangen. Nur sehr schön und tief gefärbte Steine werden noch gut bezahlt.

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