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Aigle - Aiguillon (Stadt)


Titel

Aigle

(spr. ähgl), deutsch Aelen.

1) Bezirk im schweiz. Kanton Waadt (s. d.), hat (1888) 18 648 E. in 20 Gemeinden. - 2) Flecken und Hauptort des Bezirks Aigle, 8 km nordwestlich von Ber, in 419 m Höhe, links von der Grande-Eau, an der Linie Genf-Lausanne St. Maurice der Jura-Simplonbahn, hat (1888) 3540 E., darunter 349 Katholiken, Post, Telegraph, altes Schloß und bedeutenden Weinbau. Östlich, 120 m über dem Flecken, am Ausgang des Ormontsthals, das als Luft- und Traubenkurort bekannte Kurhaus, nördlich das berühmte Weindorf Yvorne und südlich St. Triphon, dessen aus Burgunderzeiten stammender Turm (tour carrée) aus schwarzem Marmor gebaut ist, wie ihn benachbarte Steinbrüche liefern. Während das alte Kloster der Kern des Fleckens, schon um 1140 urkundlich erwähnt wird, wurde dieser selbst erst 1231 von dem Grafen Thomas von Savoyen gegründet und stand bis 1475 unter savoyischer, bis 1798 unter bernischer Herrschaft.

Aigle,

Stadt im franz. Depart. Orne, s. Laigle.

Aigle

(Ägle, d. i. die Glänzende), in der griech. Mythologie die schönste der Najaden, welche dem Helios die Chariten (s. d.) gebar. - Aigle heißt auch eine der Heliaden (s. d.).

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