Spierentorpedo,
s. Torpedo. ^[= # (lat., "Zitterroche"), Name der unter Wasser wirkenden, durch eigene oder zuerteilte ...]
Spierentorpedo - Spill
s. Torpedo. ^[= # (lat., "Zitterroche"), Name der unter Wasser wirkenden, durch eigene oder zuerteilte ...]
s. Eberesche. ^[= (Sorbus), Laubholzgattung aus der Familie der Rosaceen (s. d. ) Abteilung der Pomaceen, mit ...]
s. Spiraea. ^[= L., Spier, Pfianzengattung aus der Familie der Rosaceen (s. d.), Abteilung der Spiräen, mit ...]
preuß. Dorf, s. Bd. 17.
Langspieß, soviel wie Lanze (s. d.).
Das Recht der langen S. war ein summarisches öffentliches Gerichtsverfahren, welches in den Gebräuchen der Landsknechte [* 2] vorkam. - Über S. in der Jägersprache s. Geweih.
Gieseler - Gießen
* 3
Gießen.Adolf, Begründer des neuern Schulturnens, geb. in Lauterbach im Vogelsberg, studierte in Gießen [* 3] und Halle [* 4] Theologie, wurde 1833 in Burgdorf in der Schweiz [* 5] Elementar- und Turnlehrer. 1814 siedelte er als Turnlehrer nach Basel [* 6] über und 1848 wurde er zur Leitung des Schulturnens in Hessen [* 7] nach Darmstadt [* 8] berufen. 1855 legte er diese Stelle nieder und starb Mai 1858. Er veröffentlichte: «Die Lehre [* 9] der Turnkunst», in vier Teilen: «Freiübungen», «Hangübungen», «Stemmübungen», «Gemeinübungen» (Bas. 1840-46; 2. Aufl. 1867-85),
«Gedanken über die Einordnung des Turnwesens in das Ganze der Volkserziehung» (ebd. 1842),
«Turnbuch für Schulen» (2 Bde., ebd. 1847 u. 1851; 2. Aufl., besorgt von J. C. Lion, 1880-89),
«Kleine Schriften über Turnen» (Hof [* 10] 1872). Seinen Nachlaß «Reigen und Liederreigen für das Schulturnen» veröffentlichte Wassmannsdorff (2. Aufl., Frankf. a. M. 1885).
Freiberg (in Sachsen)
* 11
Freiberg.Christian Heinr., Romanschriftsteller, geb. zu Freiberg [* 11] in Sachsen, [* 12] war eine Zeit lang Schauspieler und starb als Gesellschafter des Grafen Künigl auf dessen Schlosse Bezdiekau in Böhmen. [* 13] S. gehört zu den fruchtbarsten und gelesensten Schriftstellern seiner Zeit, besonders auf dem Gebiete des Schauder erregenden Ritter-, Räuber- und Geisterromans. Zu seinen Romanen gehören «Der Mäusefallen- und Hechelkrämer», «Der alte Überall und Nirgends», «Die zwölf schlafenden Jungfrauen», «Das Petermännchen», «Die Löwenritter». Von seinen Schauspielen hatte am meisten Glück «Clara von Hoheneichen» (Prag [* 14] 1792). -
Vgl. Müller-Fraureuth, Die Ritter- und Räuberromane (Halle 1894).
ein Rehbock mit einem Gehörn aus zwei einfachen Stangen. (S. Geweih und Reh.) [* 15]
im Mittelalter die in der eigentlichen Stadt wohnenden Bürger, im Gegensatze zu den in der Vorstadt wohnenden Pfahlbürgern (s. d.), dann auch ärmere Bürger, die, nur mit Spießen bewaffnet, als Fußsoldaten Kriegsdienste leisteten;
jetzt aber in geringschätzigem Sinne geringe Bürger, namentlich solche, die noch alten Gewohnheiten anhängen, an beschränkten Ansichten festhalten.
s. Geweih. Auch die Stäbe für Steckgarne werden in der Jägersprache S. genannt.
Ems, [* 16] Teil der Stadt Ems (s. d.). ^[= der Gegensatz vom Ganzen. Juristisch bezeichnet man die gleichmäßigen T., in welche eine Sache ...]
soviel wie Forkeln (s. d.). ^[= das angriffsweise Stoßen und Verwunden durch Hirschgeweihe, Rehgehörne und Gemskrikeln.]
Sphragid - Spiegel
* 17
Spiegel.(Anas acuta L.), eine 64 cm lange, vom 50.° nördl.Br. bis zum Polarkreis in der Alten und Neuen Welt nistende Ente, die unten weiß, oben im vordern Teile schwarz, im hintern grau ist, mit schwarzen Querwellen, während Kopf und Kehle violettbraun erscheinen; die Schwungfedern sind grau mit einem grünen goldig schimmernden Spiegel. [* 17] Von den 16 Schwanzfedern sind die beiden mittelsten verlängert, spießförmig und schwarz, während die übrigen von innen nach außen aus schwarz durch grau in weiß übergehen. Im Frühjahr und Herbst werden an der Nordseeküste Deutschlands [* 18] und Hollands stets eine Anzahl gefangen, die für etwa 20 M. das Paar auf den Tiermarkt und von hier in den Besitz der zoolog. Gärten und Liebhaber gelangen. (S. Enten.) [* 19]
soviel wie Spießbock (s. d.);
auch der einjährige Edelhirsch (s. Geweih).
s. Blatt. ^[= # nennt man im gewöhnlichen Leben jedes flächenförmige grün gefärbte Pflanzenorgan. In der ...] [* 20]
s. Antimon. ^[= oder (lat. Regulus Antimonii und Stibium; chem. Zeichen = Sb; Atomgewicht = 120,3 ...]
s. Bournonit. ^[= (spr. bur-, nach dem franz. Mineralogen Grafen Bournon genannt), auch Schwarzspießglanzerz ...]
(Vitrum Antimonii), s. Antimon ^[= oder Spießglanz (lat. Regulus Antimonii und Stibium; chem. Zeichen = Sb; Atomgewicht = 120,3 ...] und Antimonoxysulfüre.
soviel wie Antimon (s. d.). ^[= oder Spießglanz (lat. Regulus Antimonii und Stibium; chem. Zeichen = Sb; Atomgewicht = 120,3 ...]
soviel wie Spießer (s. d.). ^[= soviel wie Spießbock (s. d.); auch der einjährige Edelhirsch (s. Geweih).]
soviel wie Baumpieper, s. Pieper. ^[= (Anthus), ein namentlich der nördl. Erdhälfte angehöriges Singvogelgeschlecht aus der Familie ...]
Schweden und Norwegen
* 21
Schweden.richtiger Spitzruten- oder Gassenlaufen, eine angeblich von Gustav Adolf von Schweden [* 21] eingeführte, seit Anfang des 19. Jahrh. aber nicht mehr vorkommende Militärstrafe für Desertion, Wachvergehen, Spiel, Trunkenheit u. s. w. Dabei wurde der Verbrecher bis auf den Gürtel [* 22] entkleidet, durch eine Gasse von 100 bis 300 Mann von einem vor ihm gehenden Unteroffiziere sechs- bis zwölfmal auf und ab geführt und erhielt von jedem Soldaten mit einer weidenen Rute einen Hieb [* 23] auf den Rücken.
Dorf am Thuner See (s. d.). ^[= See im schweiz. Kanton Bern, in 560 m Höhe, ist 18 km lang, 3 km breit, bis 216 m tief und ...]
Ort, s. Bigha. ^[= # 1) Sandschak des türk. Wilajets Konstantinopel, umfaßt die Halbinsel zwischen dem Golf von ...]
Pflanzenart, s. Lavandula.
s. Lavendelöl.
Schiff II
* 24
Schiffe.die Ankerwinde der Schiffe. [* 24] Es giebt deren liegende, die Brat-(Brett-)Spille, und stehende, die Gangspille. Das alte Bratspill befand sich querschiffs vor dem Fockmast auf dem Oberdeck des Schiffs. Eine mit starken Eichenplanken bekleidete eiserne Welle lagerte in schweren mit dem Deck verbolzten Böcken, den Betings (s. d.). In passende Öffnungen der Planken wurden Hebebäume gesteckt, die Spillspaken, und damit das S., um das man das Ankertau oder die Ankerkette legte, gedreht.
Ein eiserner Kranz mit Stufen, der Pallkranz, umgab das S. in der Mitte. In diese Stufen fielen eiserne starke Platten, die Palle, die an einem vor der Mitte des S. aufrecht stehenden Balken, der Pallstütze, drehbar befestigt waren, so daß sich das S. nicht wieder zurückdrehen konnte. Das hölzerne Bratspill wurde dann vielfach durch ein eisernes verdrängt, bei dem man statt der Spaken eine Art Pumpwerk mit längern Hebeln anwendet, und das jetzt auf Segelschiffen in Gebrauch ist, während auf den meisten Dampfern zur Ersparung von Menschenkräften die S. mit Dampf [* 25] gedreht werden (Dampfspille).
Auf Kriegsschiffen benutzt man die aufrecht stehenden Gangspille, die auf größern Schiffen gewöhnlich doppelt sind. Um eine stählerne Welle, deren Fuß sich im Batteriedeck befindet und die durch das Oberdeck reicht, sind Holzbekleidungen in der Batterie und oben auf dem Deck gelegt und beide mit einem kreisförmigen Kopfe versehen, in dessen Löcher Spaken gesteckt werden, an deren jeder vier bis sechs Mann drehen können. Dadurch wird es möglich, daß man an beiden S. gleichzeitig 150-200 Mann wirken lassen und den Anker [* 26] leicht und schnell heben kann. Neuerdings werden auch diese Gangspille mit Dampf getrieben (Dampfspille).
s. Evonymus.
s. Spindel. Spillenmauer, die mittlere Zungenmauer einer steinernen geraden Podesttreppe oder einer aus geraden und Wendelstufen gemischten Treppe. [* 27] ¶