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Jägerndorf und Troppau [* 2] die wichtigsten waren. Im Laufe des 14. Jahrh. gingen die Eroberungen in Großpolen sämtlich wieder verloren. Durch die Teilungen geschwächt (es bestanden zu Anfang des 14. Jahrh. in S. 17 regierende Fürstenhäuser), unter sich in stetem Kriege begriffen, gerieten die schles. Fürsten in die Abhängigkeit Böhmens und begaben sich seit 1327 allmählich alle, teils freiwillig, teils gezwungen, mit Ausnahme zweier, unter die Lehnshoheit König Johanns von Böhmen. [* 3]
Bergamotte - Bergbau

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Bergbau.Sein Sohn und Nachfolger Kaiser Karl IV. wußte durch seine Gemahlin Anna sich das Erbfolgerecht auch in den beiden noch übrigen Fürstentümern Jauer [* 4] und Schweidnitz [* 5] zu verschaffen, und S. teilte von nun an, nachdem die Könige von Polen 1335 und 1338 (wie nachher wieder 1356 und 1372) auf das Land Verzicht geleistet, die Schicksale der Krone Böhmen, sehr zum Vorteil für Handel und Wohlstand des Landes. Leinweberei und Bergbau [* 6] entwickelten sich namentlich seit dem 15. Jahrh. Unter der böhm. Herrschaft breiteten sich Luthers, Calvins und Schwenkfelds Lehren [* 7] aus, und deren Anhänger erhielten zum Teil Freiheit zur Ausübung ihres Gottesdienstes.
Die Reformation wurde von den schles. Herzögen begünstigt, von den habsburg. Kaisern aber, die durch einen Oberlandeshauptmann das Land regierten, in den an sie heimgefallenen Gebietsteilen auf alle Weise verhindert. Wie von den hussitischen Unruhen und Verwüstungen, die auch den nationalen Gegensatz zwischen S. und Böhmen wieder weckten, so litt S. auch von den Kriegszügen Georg Podiebrads, des Königs Matthias von Ungarn [* 8] und Wladislaws von Polen und den Schrecknissen des Dreißigjährigen Krieges.
Briefsteller - Brieg

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Brieg.Ferdinand I. that viel für die innere Verwaltung S.s. Unter Kaiser Matthias erhielten S. und die Lausitzen eine eigene Kanzlei in Breslau. [* 9] Seit 1648 aber wurden die Jesuiten zugelassen, alle evang. Kirchen, mit Ausnahme einiger Friedenskirchen, geschlossen, die Protestanten gedrückt und dieses Verfahren auch, als 1675 mit Herzog Georg Wilhelm von Brieg [* 10] und Liegnitz [* 11] der letzte piastische Herzog starb, auf die nunmehr an den Kaiser gefallenen letzten Herzogtümer Liegnitz, Wohlan und Brieg ausgedehnt.
Einige Milderung erhielten die Protestanten erst durch die von Karl XII. von Schweden [* 12] in dem Altranstädter Vertrag von 1707 ihnen ausbedungenen Begünstigungen, infolge deren den Protestanten, außer Zusicherung der Wiederteilnahme an öffentlichen Ämtern, 121 Kirchen zurückgegeben und die Erbauung von 6 neuen Kirchen (Gnadenkirchen) gestattet wurde. Unter Karl VI. jedoch erneuerten sich die Bedrückungen wieder. Zugleich verloren die Fürsten- und Landtage ihr Ansehen völlig, und die Steuern wurden willkürlich erhoben.
Diese Umstände waren es vorzüglich, die König Friedrich II. von Preußen, [* 13] als er nach Maria Theresias Thronbesteigung, gestützt auf die Erbverbrüderung Joachims II. von Brandenburg [* 14] mit Herzog Friedrich II. von Liegnitz, Brieg und Wohlau, 1740 auf S. Anspruch erhob, die Eroberung dieser Provinz vielfach erleichterten. (S. Schlesische Kriege.) Durch den Frieden von Breslau wurde ganz Ober- und Niederschlesien nebst der Grafschaft Glatz, [* 15] mit Ausnahme von Teschen, Troppau und der Lande jenseit der Oppa, an Preußen abgetreten.
S. ward zwar seit seiner Vereinigung mit Böhmen zu Deutschland [* 16] gerechnet, stand aber nie in unmittelbarer Verbindung mit dem Deutschen Reich, nur in einzelnen Landesteilen waren im 14. Jahrh. vorübergehend Reichslehen gewesen.
Litteratur. Sommersberg, Silesiacarum rerum scriptores (3 Bde., Lpz. 1729-32) und die Berichtigungen und Ergänzungen dazu von Sachs von Löwenheim; ferner Wuttke, König Friedrichs d. Gr. Besitzergreifung von S. (2 Bde., ebd. 1842-43);
Scriptores rerum Silesiacarum (Bd. 1-15, Bresl. 1835-95);
Codex diplomaticus Silesiae (Bd. 1-16, ebd. 1857-92);
Stenzel, Geschichte von S. (Bd. 1, ebd. 1853);
S.s Vorzeit in Bild und Schrift, hg. von Luchs (2 Bde., ebd. 1868-75);
Grotefend, Stammtafeln der schles. Fürsten bis 1740 (ebd. 1875);
Lehns- und Besitzurkunden S.s und seiner einzelnen Fürstentümer im Mittelalter, hg. von Grünhagen und Markgraf (2 Bde., Lpz. 1881-83);
Grünhagen, Geschichte S.s (2 Bde., Gotha [* 17] 1884-86);
ders., S. unter Friedrich d. Gr. (2 Bde., Bresl. 1890-92);
Ziegler, Die Gegenreformation in S. (Halle [* 18] 1888);
Rachfahl, Die Organisation der Gesamtstaatsverwaltung S.s vor dem Dreißigjährigen Krieg (Lpz. 1894; Bd. 13 der Staats-und socialwissenschaftlichen Forschungen, hg. von Schmoller);
Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Altertum S.s (Bresl. 1856 fg.).