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Varone - Vatseret


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der Walliser geratener französischer Offizier wurde bis zur Brust in die Erde vergraben und dann zu Tod gesteinigt. Die am nämlichen Abend mit Verstärkung anrückenden Franzosen rächten sich durch Einäscherung des Dorfes Varen und eines benachbarten Weilers, worauf Walter samt seinen Gefährten sich gegen die Höhen hin flüchten mussten. 14 Tage später fand Walther, der sich zu ergeben weigerte, bei Visp den Tod.

Varone

(Kt. Wallis, Bez. Leuk). Gem. und Dorf. S. den Art. Varen.

Varodes

(Les) (Kt. Neuenburg, Bez. und Gem. Le Locle). 1030 m. Gruppe von 4 Häusern an einem der Poststrasse Le Locle-La Brévine parallelen und in La Chaux du Milieu sich mit ihr vereinigendem Weg; 2 km sw. Le Locle. 29 reform. Ew. Kirchgemeinde Le Locle. Uhrenmacherei. Die Siedelung wird schon im 17. Jahrhundert genannt.

Vartegna

(Alpe di) (Kt. Graubünden, Bez. Bernina, Kreis und Gem. Puschlav).

1853 m. Alpweide auf einer Terrasse am rechtsseitigen Gehänge des Thales von Puschlav und 2,5 km w. Le Prese. 4 Hütten und Ställe.

Vartegna

(Cima di) (Kt. Graubünden, Bez. Bernina). 2739 m. Langer und zackiger Felsgrat zwischen dem Pizzo Canciano (3107 m) und Pizzo Fontana (2860 m) an der W.-Grenze des Puschlaverthals gegen das Veltlin.

Die Richtung ist WNW.;

der höchste Gipfel ragt gegen den Pizzo Canciano hin mit 2739 m. Nach der schweizerischen Seite fällt die Cima mit einer 300 bis 400 m hohen Steilwand gegen die Puschlaver Alpe Vartegna (1853 m) ab, während die italienische W.-Seite gegen Val Fontana hin eine breitere und weniger scharf geneigte Abdachung darweist. Am SO.-Rand leitet der hohe Passo di Vartegna (2590 m) nach Italien hinüber.

Die Cima di Vartegna ist im SO. und an den untern Hängen ihrer Seiten aus Glimmerschiefern, im übrigen aus dem serpentinartigen Malencogestein und seinen Schiefern aufgebaut.

Die Schichten dieses mächtig entwickelten grünen und äusserst zähen Gesteins fallen NW. bis N. und enthalten wie in der Gegend der Alp Quadrata am Canciano viel guten Asbest.

Vartegna

(Grave di) (Kt. Graubünden, Bez. Bernina). Im Mittel 2400 m. Felsiger und schattiger Hang unter den Steilwänden an der O.-Seite der Cima di Vartegna (2739 m);

in einer Breite von etwa 3 km sich bis unter den Grenzgipfel Pizzo Fontana (2860 m) hinziehend.

Unten liegen die Puschlaver Alpen Vartegna (1853 m) und Braita (1660 m).

Gesteinsunterlage der Grave ist meist das grüne serpentinartige Malencogestein, unter dem Pizzo Fontana Glimmerschiefer.

Vartegna

(Passo di) (Kt. Graubünden, Bez. Bernina). 2590 m. Steiler Passübergang zwischen der Cima di Vartegna (2739 m) und dem Pizzo Fontana (2860 m);

führt von Puschlav in südl. Richtung durch die Alpweiden Braita und Vartegna nach dem obersten Val Fontana und Ponte-Chiuro im Veltlin.

Von Puschlav bis zur Höhe etwa 5 Stunden.

Der Uebergang wird gleich dem weiter nördl. liegenden und etwas weniger hohen Passo di Canciano grösstenteils von italienischen Schmugglern benutzt.

Die Passhöhe liegt in grünem, serpentinartigem Malencogestein.

Varvallannaz

(Kt. Freiburg, Bez. Greierz).

Alpweide im obern Abschnitt des Thales des Rio du Motélon;

7 km sw. Charmey (Galmis).

Zerfällt in drei Stäfel mit Hütten: Varvallannaz d'Avaux in 1357 m, Varvallannaz du Milieu in 1437 m und Varvallannaz d'Amont in 1570 m. Reich an seltenen Pflanzen, wie z. B. Aconitum paniculatum, Delphinium elatum, Carduus Bambergeri (C. defloratus × personata);

Hieracium lanceolatum, H. pseudojuranum, H. parcepilosum, Orobanche flava, Phaca frigida und interessante Schafgarben (Alchimillen).

Vas

oder Vaas (Kt. Wallis, Bez. Siders, Gem. Lens).

668 m. Aus den beiden Häusergruppen Vas d'En Bas und Vas d'Amont bestehendes Dörfchen in den Weinbergen am tiefern Gehänge von Lens, zwischen dem Dorf Chelin und der Häusergruppe Saint Clément und 600 m n. der Station Granges Lens der Simplonbahn. 26 Häuser, 177 kathol. Ew. Bemerkenswert ist ein halb zerfallenes altes Gebäude, das von den Tavelli in ihrer Eigenschaft als Herren von Granges erstellt und als angenehmer Sommersitz inmitten des Rebgeländes und im Schatten schöner Fruchtbäume benutzt worden ist. Es zeigt noch Reste von Freskomalereien, die Jagdszenen und andre Darstellungen aus dem Landleben erkennen lassen und die Signatur Hoc opus curavit A. R. Antonius Zillioz et filius anno DNI 1565 trägt.

Später ward dieses Herrenhaus zu einer Gastwirtschaft, als welche es folgende groteske, halb französische und halb mundartliche Inschrift erhielt: Qui n'aura ni hargien, ni crédit, ni abit de l'aune, Qu'il hale boire à la fontanne ( entsprechend etwa dem Deutschen: «Allhier zur Sonnen, Wer kein Geld hat geh zum Bronnen»).

Die Häuser werden zumeist während der Zeit der Arbeit in den Rebbergen von den Leuten aus Lens bezogen.

Vasanekopf

oder Fasanenkopf (Kt. St. Gallen, Bez. Sargans). 2034 m. Begraster Gipfel am O.-Ende des Grates, der sich von den Seehörnern in der Gruppe der Grauen Hörner ostwärts gegen das Taminathal erstreckt; nördl. über den Rasenhängen der Vasanealp. Kann von Valens aus in 3 Stunden bestiegen werden und bietet eine hübsche Aussicht.

Vasevay,

mundartlich Vajay (Kt. Wallis, Bez. Entremont, Gem. Bagnes).

1580-2500 m. Kleine Alpweide am Fuss der Salle (3641 m) und des Col du Vasevay (3263 m), der vom Bagnes- ins Hérémencethal hinüberführt.

Eigentum der Bürgergemeinde Bagnes und von einer Korporation bewirtschaftet, die von Anfangs Juli bis Mitte September etwa 50 Stück Rindvieh auftreibt.

Die ob der Schlucht von Bonatchesse liegende Alp zieht sich von der Alpe du Crêt im N. bis zur Diure (oder Reuse, d. h. Wasserfurche) de Mazéria im S.

Vasevay

(Col du) oder Col de Barme (Kt. Wallis, Bez. Entremont). 3263 m. Passübergang zwischen der Salle (3641 m) und der Barme Blanche (3382 m) in der das Bagnesthal vom Val d'Hérémence trennenden Kette.

Verbindet Mauvoisin oder Fionnay mit Prazlong.

Aufstieg von Mauvoisin oder Fionnay über die Alpe du Vasevay in 4½-5 Stunden, Abstieg über den Glacier de la Petite Côte de Liappey und die Alpe de Liappey nach Prazlong in 4 Stunden.

Interessanter und sehr leichter, aber wenig benutzter Uebergang.

Vasön

(Kt. St. Gallen, Bez. Sargans, Gem. Pfäfers).

928 m. Kleines Dorf, am linksseitigen Gehänge des Taminathales und 7,5 km s. der Station Ragaz der Linie Sargans-Chur.

Postablage;

Postwagen nach Ragaz. 23 Häuser, 98 kathol. Ew. Kirchgemeinde Valens.

Wiesenbau und Viehzucht.

Eine Lawine riss hier im Jahr 1817 viel Wald nieder und begrub zahlreiche Speicher und Ställe mit Heu und Vieh.

Vassu

(Gouille a) (Kt. Wallis, Bez. Entremont). Kleiner Moränensee. S. den Art. Valsorey (Gouille du).

Vasturbach

(Kt. St. Gallen, Bez. Sargans).

2500-1400 m. Rechtsseitiger Zufluss des Vaplonabaches. Er bildet den Abfluss eines kleinen Firnfeldes auf der SO.-Abdachung des Pizol, fliesst in einer schluchtartigen Rinne, dem Valgrausa, ostwärts, nimmt von beiden Seiten her eine Menge von kleinen Nebenadern auf, die teils von den Grauen Hörnern, teils von den Zanayhörnern kommen, und mündet nach 3 km langem Lauf.

Vattiz

(Kt. Graubünden, Bez. Glenner, Kreis Lugnez, Gem. Igels).

1236 m. Gemeindeabteilung und Gruppe von 6 Häusern, am SO.-Hang des Piz Mundaun und 11,5 km sw. der Station Ilanz der Bündner Oberlandbahn (Chur-Ilanz).

Postablage;

Postwagen Ilanz-Vrin. 35 kathol. Ew. romanischer Zunge.

Kirchgemeinde Igels. Wiesenbau und Viehzucht;

Alpwirtschaft.

Vatseret

oder Vatzeret (Kt. Wallis, Bez. Entremont, Gem. Bagnes).

1900-2450 m. Alpweide rechts der Maiensässe von Verbier und bis an die Thälchen um den Mont Gelé, den Mont Rogneux und die Crête des Établons reichend.

Wird der ganzen Breite nach vom Bisse (Bewässerungskanal) du Levron durchzogen. 10 Hütten und ein Käsekeller.

Die auch «Vacheret» genannte Alp wird von den zur Gemeinde Bagnes gehörenden Dörfern Médières und Verbier aus bezogen.

Vatseret

oder Vatzeret (Col de) auch Bâsso de Vatseret genannt (Kt. Wallis, Bez. Entremont). 2316 m. Passübergang zwischen der Tête des Établons (2419 m) und dem Punkt 2698 m nw. des Mont Gelé (oder Becca de la Grande Journée; 3028 m).

Verbindet Verbier und die Alpe de Vatzeret mit Isérables

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