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Tiefenkastel (Alp) - Tigias


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Kastell, dessen Reste noch im 16. Jahrhundert sichtbar waren. In der Nähe hat man römische Münzen aus der Kaiserzeit aufgefunden.

Eisensäuerling (St. Petersquelle).

926: Impedinis;

1156: Castellum Impetinis.

Wegen der hier sich kreuzenden vier Strassen war der Ort im frühen Mittelalter eine kaiserliche Zollstätte, worauf er durch Otto den Grossen dem Bischof von Chur geschenkt wurde.

Die oft gebräuchliche Schreibweise «Tiefenkasten» hat keinen Sinn.

Tiefenkastel

(Alp) (Kt. Graubünden, Bez. Albula, Kreis Alvaschein, Gem. Tiefenkastel).

1934 m. Alpweide mit einigen Hütten, am N.-Hang des Piz Michel und 3,8 km sw. Tiefenkastel.

Tiefenmattengletscher

(Kt. Wallis, Bez. Visp). 3500-2600 m. Weiter Gletscherzirkus, Hauptnährgebiet des Zmuttgletschers; von einem prachtvollen Kranz von Hochgipfeln umrahmt: Matterhorn (4482 m), Tête du Lion (3723 m), Dent d'Hérens (4180 m), Tête de Valpelline (3813 m) und Stockje (3097 m).

Uebergang über den Col de Tournanche nach Breuil im Val Tournanche, sowie über das Tiefenmattenjoch und den Col de Valpelline nach Prarayé in der Valpelline.

Den besten Standort für die Betrachtung des wundervollen Gletscher- und Felsenzirkus bietet das Stockje.

Tiefenmattenjoch

(Kt. Wallis, Bez. Visp). 3593 m. Sehr schwieriger Passübergang auf der Landesgrenze gegen Italien, zwischen der Dent d'Hérens (4180 m) und der Tête de Valpelline (3813 m);

verbindet den Tiefenmattengletscher mit dem untern Abschnitt des italienischen Glacier de Za de Zan.

Uebergang von Zermatt nach Prarayé in der Valpelline 12 Stunden.

Sehr selten begangen.

Tiefenrüti

oder Tiefrüti (Kt. St. Gallen, Bez. Alt Toggenburg, Gem. Kirchberg).

749 m. Gruppe von 6 Häusern, an der Strasse Bazenheid-Kirchberg-Gähwil und 5 km w. der Station Bazenheid der Toggenburgerbahn. 22 kathol. Ew. Kirchgemeinde Kirchberg.

Viehzucht. Stickerei.

Tiefensattel

(Kt. Uri und Wallis). Etwa 3300 m. Passübergang zwischen dem Galenstock und dem Tiefenstock in der Dammastock-Thierbergkette. Verbindet Realp und die Furkastrasse mit dem Rhonegletscher (6½ Stunden) und der Grimsel und bildet einen nicht sehr schwierigen Gletscherpass.

Erste Ueberschreitung 1867.

Tiefenstock

(Kt. Uri und Wallis). 3513 m. Gipfel in der Dammastock-Thierbergkette, zwischen Rhonestock und Galenstock, sowie nw. über dem Tiefengletscher und an der Stelle, wo die den Dammafirn vom Tiefengletscher trennende Kette Gletschhorn-Spitzberge nach SO. abzweigt. Bequemster Aufstieg vom Hotel Belvédère über Rhonegletscher und Tiefensattel in 5½ Stunden. Erste Ersteigung 1882 durch Ingenieur-Topograph Max Rosenmund († 1908 als Prof. am eidg. Polytechnikum) mit zwei Messgehilfen.

Tiefenthal

(Kt. Bern, Amtsbez. Interlaken, Gem. Brienz).

1200 m. Alpweide am Brienzerberg, links über dem Brienzersee und ö. vom Giessbach.

Auf dieser einst ständig besiedelten Alp standen früher die sog. «Heidenhäuser», mit welchem Namen das Volk sehr alte Bauten zu bezeichnen pflegt.

Tiefenthal

(Kt. Freiburg, Bez. Broye). Gem. und Dorf. S. den Art. Prévondavaux.

Tiefenthal

(Kt. Solothurn, Bez. und Gem. Dorneck). Ehemalige Hammerschmiede mit einigen Nebenbauten, in einem kleinen Thal nahe dem Dorf Dornach.

Tiefenwaag

(Kt. Aargau, Bez. Baden, Gem. Unter Ehrendingen).

436 m. Weiler, 700 m n. Ober Ehrendingen und 5 km nö. der Station Baden der Linie Zürich-Baden-Brugg. 10 Häuser, 50 kathol. Ew. Kirchgemeinde Ehrendingen.

Viehzucht und Milchwirtschaft.

Mühle. Wird gewöhnlich kurzweg «Im Waag» geheissen.

Tiefenwies

(Kt. St. Gallen, Bez. Wil, Gem. Bronshofen).

574 m. Gruppe von 4 Häusern;

4,5 km n. der Station Wil der Linie Zürich-Winterthur-St. Gallen. 23 kathol. Ew. Kirchgemeinde Wil.

Viehzucht.

Tiefenwinkel

(Kt. Glarus, Gem. Mühlehorn).

435 m. Gemeindeabteilung und Weiler am S.-Ufer des Walensees, an der Strasse Mühlehorn-Murg und 1,2 km ö. der Station Mühlehorn der Linie Weesen-Sargans. 18 Häuser, 75 reform. Ew. Kirchgemeinde Mühlehorn.

Obst- und Wiesenbau, Viehzucht.

Bierbrauerei und Säge.

Die Häuser stehen auf dem Schuttkegel des Röthibaches, der früher oft über seine Ufer getreten ist, bis man ihn 18.981.901 soweit als nötig verbaut hat.

Tieflauigraben

(Kt. Bern, Amtsbez. Ober Hasle).

Bewaldete Schlucht des Wendenwassers, das sich 2 km oberhalb Gadmen von rechts mit dem Gadmerwasser vereinigt.

Tiefmatt

(Kt. Bern, Amtsbez. Thun, Gem. Amsoldingen).

646 m. Gruppe von 4 Häusern, 500 m ö. Amsoldingen und an der Strasse nach Zwieselberg. 30 reform. Ew. Kirchgemeinde Amsoldingen.

Tiefthal

(Kt. Bern, Amtsbez. Laupen). 641-470 m. Enges Thälchen von 1 km Länge; reicht von der Strasse Frauenkappelen-Mühleberg nordwärts zur Aare und wird von einem Bächlein durchflossen.

Tiefthal

(Kt. Uri, Gem. Schattdorf).

720 m. Gruppe von 3 Häusern, am rechten Ufer des Gangbaches und 1 Stunde sö. Schattdorf. 21 kathol. Ew. Kirchgemeinde Schattdorf.

Viehzucht.

Tieftobel

(Kt. Graubünden, Bez. Albula). 2270-1077 m. Rechtsseitiges Nebenthälchen des Davoser Landwassers; nimmt seinen Ursprung südl. des in der Strelakette (Plessurgruppe) anfragenden Sandhubel, verläuft in der Richtung nach SSO. und S. und mündet unterm Leidboden 2,2 km hinter Schmitten zum Landwasser aus. Das Schmittnertobel im W. und das Brückentobel hinter Wiesen im O. ziehen mit dem Tieftobel im Ganzen parallel. Länge der Bachfurche 4 km, Gefälle etwa 30%. Die Landwasserstrasse übersetzt das vorn stark durchschluchtete Tobel auf einer Brücke.

Das Tieftobel ist bis über die Mitte hinauf bewaldet; zu seinen Seiten dehnen sich dort die freundlichen Weiden der Wiesener- und Schmitteneralp (1875 m), in welche mehrere Wege hinaufführen. Der obere Teil enthält Alpweiden. Auf der rechten Seite des Tieftobels finden sich über der Landstrasse Versuchsbauten zur Ausbeutung von silberhaltigem Bleiglanz. In die Schmitteneralp wurde noch in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts mit grossen Kosten ein Weg erstellt für die Förderung der in der Wieseneralp und am Bleiberg westl. des Tiaun gewonnenen Erze (Bleiglanz und Zinkblende). Die Erze finden sich zum einem Teil im alpinen Muschelkalk, zum andern in der obern Rauhwacke und im Arlbergdolomit vor. Ihre Ausbeutung schloss sich dem Bergwerksbetrieb am Silberberg auf der andern Seite des Landwasserthales an. Das Tieftobel ist von unten an bis über die Hälfte in Arlbergdolomit, obere Rauhwacke und Hauptdolomit eingeschnitten; der oberste Thalteil verläuft in alpinem Muschelkalk, z. T. auch in Verrucano.

Tientzau

(Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Lavey-Morcles).

Felswand. S. den Art. Saut du Chien.

Tierfedern

(Kt. und Bez. Schwyz).

958-1434 m. Alpweiden und Wald im NO.-Abschnitt der Kette zwischen Sihl und Waag.

Tiers

(Kt. Wallis, Bez. Monthey. Gem. Val d'Illiez).

1228 m. Gruppe von 6 Häusern auf einer Terrasse rechts über der Vièze, zwischen den Wildbächen von Tiers und Frassonaye und 2,2 km ö. vom Dorf Champéry. 28 kathol. Ew. Kirchgemeinde Val d'Illiez.

Der Ausdruck tiers entspricht dem deutschen «Rüti».

Tiers

(Torrent de) (Kt. Wallis, Bez. Monthey). 2500-890 m. Rechtsseitiger Zufluss der Vièze; entspringt in der Chaux d'Anthémoz zwei kleinen Seelein, die am Fuss der Felswände der Haute Cime (Dents du Midi) liegen, durchrauscht eilenden Laufes die Thälchen von Seleyre und Le Bornay, geht unter der Brücke von Tiers durch und mündet unterhalb des Dorfes Champéry.

Trennt die Gemeinden Val d'Illiez und Champéry von einander.

Tiessenbrunnen

oder Diessenbrunnen (Kt. Uri, Gem. Silenen).

1434 m. Alpweide mit Hütten zwischen dem Leutschachthal und dem Inschialpthal und an dem diese beiden Thälchen verbindenden Weg.

Tigia

(Kt. Graubünden. Bez. Albula, Kreis Oberhalbstein, Gem. Reams).

1870 m. Alpweide mit 6 Hütten und Ställen, am linksseitigen Gehänge des Val Nandro und 5 km sw. Savognin.

Tigias

(Kt. Graubünden, Bez. Albula, Kreis Oberhalbstein, Gem. Präsanz).

1700 m. Alpweide mit einigen

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