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Sex Vuilleme - Seyon


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Les Plans de Frenières und am Weg über den Col de Javernaz.

Ausflugsziel der Kurgäste von Les Plans.

Sex

Vuilleme (Kt. Wallis, Bez. Monthey). 2002 m. W.-Schulter des Mont Gardy (2152 m), zwischen diesem und dem w. unter ihr gelegenen Col de Lovenex, sowie unmittelbar n. über den Hütten von L'Haut de Tanay.

Kann vom Lac Tanay über diese Hütten in etwa 3 Stunden erreicht werden.

Sexer

(Grosser und Kleiner) (Kt. St. Gallen, Bez. Sargans). 2146 und 2120 m. Zwei aus Lias bestehende unbedeutende Erhöhungen auf der O.-Flanke des Erdisgulmen und des Gulmen (2314 m), in der das Murgthal im O. begleitenden Kette und 1 km w. über den Alphütten von Fursch. In der flachen Mulde zwischen dem Kleinen Sexer und dem Gulmen liegt ein kleiner See.

Sexmor

(Kt. St. Gallen, Bez. Sargans). 2190 m. Felsgigfel auf der O.-Seite des Murgthales, in der vom Magereu nordwärts gegen den Walensee ziehenden Kette und 4 km sw. über Ober Terzen. Der Gipfel stellt einen rauhen und düstern Felsturm dar, der sich steil über der Alp Seewen erhebt, und besteht aus Lias, dessen Schichten eine nach NW. geöffnete schöne Synklinale bilden. Er kann von der Alp Seewen aus erklettert werden, bietet aber Schwierigkeiten. Sexmor oder Saxmor, von sax = Felsen und mor, latein. major, d. h. also «grosser Fels».

Seya

(La) (Kt. Wallis, Bez. Martinach).

2183 m. Kleiner Malmkalkgipfel an der Walliser Flanke der Waadtländer Alpen, n. Vorberg der Grande Garde (2144 m);

zwischen den Thälchen der Salenze und der Louisine. 5 Stunden nö. über Fully.

Mit Alpweiden bekleidet.

vergrössern: Einzugsgebiete des Seyon und der Serrière. ^[Karte: 4° 30’ O; 47° 0’ N; 1:150000]. [Karten in der Umgebung].
Einzugsgebiete des Seyon und der Serrière.

Seyon

(Rivière und Gorges du) (Kt. Neuenburg, Bez. Val de Ruz und Neuenburg). 840-430 m. Wildbach des Val de Ruz und linksseitiger Zufluss des Neuenburgersees. Entspringt oberhalb Villiers im Hintergrund des Val de Ruz in Gestalt einer kleinen Stromquelle von etwa 300-400 Minutenliter Stärke, die aus dem Portlandkalk der Chaumontflanke kommt. Erhält weiterhin das Wasser der Quellen des Pré Royer und zahlreicher weiterer kleiner Quellen und Bewässerungsgräben des ganzen Val de Ruz, dessen Boden mit Tertiär und lehmiger Moräne ausgekleidet ist. Der letzte nennenswerte Zufluss des Seyon ist die von rechts kommende und bei Valangin (653 m) mündende Sorge mit einer Wasserführung von 15-20 Sekundenlitern.

Das Sammelgebiet des Seyon wird vom mittleren Abschnitt des Val de Ruz gebildet und umfasst rund 29 km2. Diese Fläche liegt in ihrer ganzen Ausdehnung über dem Einzugsgebiet der Serrière (s. diesen Art.), die somit tatsächlich einen unterirdischen Lauf des Seyon darstellt, so dass der heutige Seyon bloss einen kümmerlichen Rest des ursprünglichen Wasserlaufes darstellt. Von der Quelle von Villiers bis zum Neuenburgersee misst die Länge des Seyon 14 km, wozu noch die oben in der Combe von Le Pâquier entspringenden Quelladern mit einer Länge von etwa 5 km gerechnet werden müssen.

Dieser oberste Abschnitt des Bachbettes liegt zu gewöhnlichen Zeiten trocken, wälzt aber hie und da einen wirklichen temporären Wildbach zu Thal, der als Ueberlauf der unterirdischen Wasser oder dessen aufzufassen ist, was der Boden bei starken Regengüssen oder zur Zeit der Schneeschmelze nicht aufzusaugen vermag. Zur Hochwasserzeit erhält der Seyon neben den beständig fliessenden Quellen auch noch das Wasser einer grossen Zahl von temporären Quellen, wie z. B. des sog. «Torrent», der mit mächtigem Schwall einer Felswand bei Dombresson entspringt, sowie des temporären Wildbaches von Le Pâquier, der sich aus den Wildwassern des Pertuis, der Combe Biosse etc. bildet.

Bei Niederwasser wird der Seyon dagegen so unbedeutend, dass sich sein Wasser schon in der Mitte der Schlucht unterhalb Valangin vollständig verliert und nicht einmal das 1 km vom See entfernte Thal Vauseyon erreicht, indem dann der jurassische Untergrund der Schlucht das gesamte Wasser aufschluckt, um es wahrscheinlich der Serrière zu gute kommen zu lassen. Der sehr unregelmässige und schwankende Wasserhaushalt des Seyon ist eine Folge der fortschreitenden Abzapfung der Oberflächenwasser durch die Stromquelle der Serrière und wurde mit Unrecht den im Val de Ruz gezogenen Bewässerungsgräben zugeschrieben, die auf die Wasserführung vielmehr regulierend einwirken. Eine weitere Ursache des beständigen Rückganges in der Wasserführung des Seyon liegt darin, dass zahlreiche Quellen

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