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Échallens


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72 Ew.; 7091 7115 Reformierte, 2284 2277 Katholiken, 21 22 Juden; ^[Supplement: 3 anderer Konfessionen.] 9028 9060 Ew. französischer und 243 244 Ew. deutscher Zunge. ^[Supplement: 113 Ew. italienischer Sprache.] 1860: 9537, 1880: 9477 Ew. ^[Supplement: 1888: 9661 Ew.] Die Bevölkerung nimmt daher an Zahl beständig ab. Die Bewohner beschäftigen sich beinahe ausschliesslich mit Landwirtschaft, deren Produkte auf den Märkten von Lausanne und Yverdon ihren Absatz finden. Besonders wichtig sind Viehzucht, Milchwirtschaft und Holzhandel.

vergrössern: Bezirk Échallens. ^[Karte: 4° 20’ O; 46° 40’ N; 1:140000]. [Karten in der Umgebung].
Bezirk Échallens.

Die Bodenfläche verteilt sich auf:

ha
Gär­ten 90
Wiesen und Baumgär­ten 3173
Aecker 6522
Wald 2816
Weiden 189
Reben 2
Gebäu­lichkei­ten, Strassen etc. 188
Zusam­men 12.980

Mehrere Gebiete im S. und im Zentrum des Bezirkes sind etwas sumpfig; Torf wird im SO. gegraben. Da die mittlere Höhenlage eine ziemlich beträchtliche und der Boden selbst wenig geschützt ist, gehört der Bezirk zu den kälteren Gebieten des Kantons. Daher wird denn auch die Weinrebe fast gar nicht gebaut.

Die Viehstatistik ergibt folgende Ziffern:

1886 1806 1901
Hornvieh 6081 6864 6865
Pferde 1125 1018 1121
Schweine 3978 4540 4576
Zie­gen 422 562 400
Schafe 1324 487 435
Bie­nenstöcke 2042 1762 1723

Wenig entwickelt ist die industrielle Tätigkeit. Zu nennen sind mechanische Werkstätten in Échallens, Backsteinfabriken in Naz und Goumoëns la Ville, eine Ziegelei in Naz, Zaun- und Rebsteckenfabrikation an mehreren Orten, eine Stampfmühle in Dommartin; Molassebrüche in Assens und Poliez-Pittet, Torfgruben in Froideville, Kiesgrube in Bioley-Orjulaz.

Von Verkehrswegen sind zu erwähnen die den Bezirk von S.-N. seiner ganzen Länge nach durchschneidende Strasse Lausanne-Yverdon, die ö. von ihr und mit ihr nahezu parallel verlaufenden Strassen Échallens-Payerne und Lausanne-Thierrens, die den Bezirk der Breite nach querenden Strassen Orbe-Échallens-Vuarrens-Moudon und Échallens-Mézières (über den Rücken des Jorat), und endlich die von Échallens nach Morges und Cossonay ziehenden Strassenzüge. Postwagen von Échallens nach Orbe, nach Essertines und Yverdon, nach Pailly und Yverdon, nach Moudon und nach Mézières, und von Lausanne nach Poliez-Pittet. Eine Schmalspur- und zum grossen Teil auch Strassenbahn verbindet Bercher über Échallens mit Lausanne. Vergl. Journal de la Soc. vaud. d'Utilité publ. 1854.

vergrössern: Wappen von Échallens.
Wappen von Échallens.

Échallens,

deutsch Tscherlitz (Kt. Waadt, Bez. Échallens). 623 m. Gem. und Flecken, Hauptort des Bezirkes gleichen Namens; nahezu im Zentrum des Kantons und des grossen Plateaus im w. Abschnitt des Joratberglandes gelegen, am linken Ufer des Talent und an den Strassen Lausanne-Yverdon und Orbe-Moudon. Ausgangspunkt der Strassen nach Morges, Cossonay, Payerne und Mézières. 13,5 km n. Lausanne und 15,5 km s. Yverdon. Grösste Station der Schmalspurbahn Lausanne-Bercher.

Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen nach Orbe, Yverdon, Moudon und Mézières. Gemeinde, eine Reihe von Bauernhöfen inbegriffen: 151 Häuser, 1096 zur Mehrzahl reform. Ew.; Flecken: 143 Häuser, 1059 Ew. Échallens bildet für sich allein eine katholische und mit Villars le Terroir zusammen eine reform. Kirchgemeinde. Lange Zeit fand die Ausübung des Gottesdienstes für beide Konfessionen in derselben Kirche statt. 1865 erbauten sich die Reformierten eine eigene Kirche und überliessen die einige Jahre später umgebaute alte Kirche den Katholiken. Am W.-Ende des Fleckens altes Schloss, in dem heute das Gericht, die reformierte Primarschule und die paritätische Sekundarschule untergebracht sind. Hauptbeschäftigung der Bewohner ist Landwirtschaft; Handel wenig bedeutend. Mechanische Werkstätten, Backsteinfabrik, Säge, Mühle. Die ersten Besitzer von Échallens sind der Vermutung nach die Herren von Montfaucon-Montbéliard gewesen. Im 13. Jahrhundert

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