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Côte (La) - Cote aux Fées (La)


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Berner und Neuenburger Jura heissen allgemein die nach S. exponierten N.-Hänge der Thäler Côte oder Montagne du Droit oder de l'Endroit (Sonnenberg), die nach N. exponierten S.-Hänge der Thäler Côte oder Montagne de l'Envers (Schattenberg).

Ausserhalb des Juragebirges finden wir den Namen der «Côte» namentlich noch im Bergland des Jorat vertreten und zwar besonders häufig in dessen zentralen und südlichen Abschnitten. So im Kanton Waadt:

über dem O.-Rand der Orbeebene (zwischen Chavornay und Yverdon) die Côte de Chalamont, Côte du Mont und Côte de Sermuz;

über der Bressonnaz (bei Montpreveyres) La Côte;

über dem rechten Ufer der Broye (bei Moudon und über La Baume) Les Côtes und (über Granges) Côtes de Vauban und Bois des Côtes;

über dem linken Ufer der Broye (unterhalb Lucens) Côtes de Longechaux. Im Kanton Freiburg: über dem linken Ufer der Broye, an die Côtes de Longechaux sich anschliessend die sehr steilen und mit Molassefelsen durchsetzten Côtes de Baumes (unter Surpierre);

weiter n., über dem Ufer der Petite Glâne (bei Granges de Vesin) La Côte. Endlich ist beinahe das ganze O.-Ufer des Neuenburgersees von einer mehr oder weniger steilen Côte begleitet, an deren Fuss, zwischen Cheyres und Estavayer, die Côtes de Vers le Lac liegen.

Côte

(La) (Kt. Freiburg, Bez. Glâne, Gem. Mézières).

764 m. Weiler, 600 m s. Mézières und 2 km n. der Station Vuisternens der Linie Romont-Bulle. 5 Häuser, 22 kathol. Ew. Viehzucht und Milchwirtschaft, Getreidebau.

Côte

(La) (Kt. Freiburg, Bez. Glâne, Gem. Romont).

750 m. Weiler, 200 m s. der Stadt Romont und 700 m ö. der Station Romont der Linie Bern-Freiburg-Lausanne. 7 Häuser, 72 kathol. Ew. Viehzucht und Milchwirtschaft, Getreidebau.

vergrössern: Weinbaubezirk La Côte am Genfersee. ^[Karte: 4° 0’ O; 46° 30’ N; 1:100000]. [Karten in der Umgebung].
Weinbaubezirk La Côte am Genfersee.

Côte

(La) (Kt. Waadt). Landschaft, im sw. Teil des Kantons Waadt, nach dem allgemeinen Sprachgebrauch die Bezirke Nyon, Rolle, Aubonne und Morges umfassend. Enger gefasst wird der Ausdruck nur auf das hinter dem n. Ufer des Genfersees ansteigende Gebiet zwischen Begnins und Aubonne bezogen, das als S.-Hang einer hohen und langen, zwischen dem Jura und dem See liegenden Moräne mit einer Höhe von 430-800 m auf eine Länge von 13 km von SW.-NO. zieht. Zwischen dem Seeufer und dem Fuss der Côte erstreckt sich eine 1-3 km breite, etwas gewellte Ebene, die die Dörfer Gland, Dully, Bursinel, Perroy, Allaman und die Stadt Rolle trägt.

Dahinter folgt auf den untern Stufen der Côte der berühmte gleichnamige Weinbaubezirk (Bezirke Aubonne und Rolle) mit einem durchschnittlichen jährlichen Ertrag von etwa 2500 hl Rot- und 52000 hl Weisswein. Hier liegen die Dörfer Begnins, Luins, Vinzel, Bursins, Gilly, Tartegnin, Mont, Bougy und Féchy. Der bewaldete obere Steilrand der Côte begrenzt zusammen mit der Serine im W., dem Toleure und der Aubonne im N. und dem Jura im NW. ein zum grossen Teil bewaldetes, 600-900 m hoch gelegenes Plateau, das die Dörfer Burtigny, Essertines, Saint Oyens, Gimel, Saubraz, Pizy und Montherond trägt. Ueberall bietet der obere Rand der Côte eine bemerkenswert schöne Aussicht auf den See und die Alpen Savoyens; besonders berühmt ist in dieser Hinsicht das Signal de Bougy.

vergrössern: Weinbaubezirk La Côte zwischen Rolle und Aubonne.
Weinbaubezirk La Côte zwischen Rolle und Aubonne.

Côte

(Bois de la) (Kt. Waadt, Bez. Grandson). 600-1250 m. Wald von 250 ha Fläche, am sehr steilen und hie und da felsigen SO.-Hang des Mont Aubert, über Concise. Nach W. schliessen sich daran an das Bois de Vuillerens und Bois de Chêne, nach N. das Bois des Râpes und Bois de Sassel. Diese Waldungen reichen zusammen rings um den Gipfel des Mont Aubert herum.

Cote

aux Fées (La) (Kt. Neuenburg, Bez. Val de Travers). 1042 m. Zivil- und Kirchgemeinde, auf einer an Frankreich grenzenden Hochfläche, 38 km wsw. Neuenburg und 5 km n. Sainte Croix; mit den Stationen Buttes, Sainte Croix u. Les Verrières der Linien Travers-Buttes (Regionalbahn), Yverdon-Sainte Croix und Neuenburg-Pontarlier durch gute Strassen verbunden. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen Sainte Croix-Les Verrières und La Côte aux Fées-Buttes. 135 Häuser, 1096 reform. Ew. Zerstreute Siedelungen, deren grösste Bolles de l'Eglise mit 350 Ew.; dann folgen die Weiler Bolles du Vent, Les Bourquins, Les Places und Les Leuba mit je ca. 100 Ew. und endlich Les Jeannets und Saint Olivier mit je ca. 50 Ew. Trotz ihrer mittlern Höhenlage von 1100 m ist diese Hochfläche wärmer als der übrige zentrale Jura, indem die Kälte nicht unter -15° C. sinkt.

Hafer und Gerste. Ausgezeichnete Bergweiden gestatten die Zucht eines gewählt schönen Viehschlages und den Betrieb zahlreicher Käsereien. Die Hälfte der Bewohner beschäftigt sich mit Uhrenindustrie. Die Gegend von La Côte aux Fées wird zum erstenmale 1337 erwähnt und scheint nicht vor dem 14. Jahrhundert besiedelt gewesen zu sein. Von 1492 an der Gemeinde (mairie) Les Verrières zugeteilt. Die alte Kirche von 1658 im Jahre 1874 durch eine neue ersetzt. Eigene Kirchgemeinde seit 1671, eigene Zivilgemeinde seit 1826. Dissenterkapelle. Sommerkurort. La Côte aux Fées liegt in einer Neocommulde (Valangien und Hauterivien); w. Fortsetzung des Val de Travers, zweigt von diesem am Gewölbe der Combe Vraconne ab. Mit dem nahe der Vraconne endigenden Neocom verschwinden auch die Wiesen und das anbaufähige Land von La Côte aux Fées, um den die jurassischen Ränder der Mulde bekleidenden Bergweiden u. Wäldern Platz zu machen. Früher Côte aux

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