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Cavrile - Censière (La Nouvelle)


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s. Stalla. Ca. 10 Gruppen, deren jede wieder ihren besonderen Namen trägt.

Cavrile

(Kt. Graubünden, Bez. Maloja, Kreis Bergell, Gem. Stampa).

1570 m. Weiler, am linken Ufer der aus dem Lago di Cavloccio kommenden Orlegna, am N.-Fuss des Piz Salecina;

1,5 km nö. Casaccia und 25 km ö. der italienischen Stadt Chiavenna. 4 Häuser, 25 reform. Ew. italien.

Zunge. Kirchgemeinde Casaccia.

Alpwirtschaft.

Cavrina

(Kt. Graubünden, Bez. Moësa, Kreis Calanca, Gem. Castaneda).

1000 m. Ca. 12 am O.-Hang des Calancathales zerstreut gelegene Hütten, n. Castaneda und 1 km w. Santa Maria.

Cavriolo

(Pizzo) (Kt. Graubünden, Bez. Hinterrhein). 2874 m. Gipfel, zwischen Einshorn und Pizzo Uccello, ö. San Bernardino und 3 km ssö. des Dorfes Hinterrhein. Nw. über dem Val Vignone.

Cazas

(Kt. Graubünden, Bez. Heinzenberg, Kreis Thusis).

Dorf. S. den Art. Kazis.

Cazeschg

(Kt. Graubünden, Bez. Heinzenberg, Kreis Thusis, Gem. Urmein und Tschappina).

1440 m. 10 Häuser und Ställe, 1 km von Urmein und 5 km w. der Station Thusis der Rätischen Bahn (Chur-Thusis).

Cazirauns

(Piz) (Kt. Graubünden, Bez. Vorderrhein).

2929 m. Gipfel, in der Gruppe des Piz Medel, zum Bergstock des Piz Senteri gehörend, n. dem erstern und durch die Fuorcla de Lavaz von ihm geschieden.

Schöner Felsberg über der kleinen Alpweide Cazirauns, 4 km sö. Curaglia im Val Medel.

Cazzola

(Passo di) (Kt. Tessin, Bez. Valle Maggia). 2413 m. Passübergang, s. vom Pizzo Fiorera; führt vom Weiler Foroglio im Val Bavona durch Val Calneggia und am Lago de la Crosa vorbei ins Pommat (italienisches Formazzathal).

Cebbi

(Alp di) (Kt. Graubünden, Bez. Moësa, Kreis und Gem. Misox).

1720 m. Alpweide mit 8 Hütten, in kleinem rechtsseitigen Nebenthal zum Misox, am N.-Hang der Alta Burrasca und 4 Stunden nw. Misox.

Cebbia

(Kt. Graubünden, Bez. Moësa, Kreis und Gem. Misox).

822 m. Weiler, am rechten Ufer der Moësa, zwischen dieser und der Splügenstrasse;

1,5 km n. Misox und 27 km nö. der Station Castione der Gotthardbahn. 10 Häuser, 48 kathol. Ew. italien.

Zunge. Alpwirtschaft.

Cedullo

(Valle di) (Kt. Tessin, Bez. Locarno). Kleines bewaldetes Thal; beginnt am NO.-Hang des Monte Paglione in 1300 m, zieht auf eine Länge von 3 km von S.-N. und mündet zwischen Casenzano und San Nazzaro in 200 m auf den Langensee aus.

Célaire

(Lac) (Kt. Wallis, Bez. Martinach).

See. S. den Art. Lac Seleyre.

vergrössern: Celerina.
Celerina.

Celerina,

romanisch Schlarigna (Kt. Graubünden, Bez. Maloja, Kreis Oberengadin).

1724 m. Gem. und Pfarrdorf, an der Strasse über die Maloja (Samaden-Chiavenna), am linken Ufer des Inn u. 2,5 km s. der künftigen Station Samaden der Engadinbahn.

Postbureau, Telegraph, Telephon.

Postwagen über die Maloja u. den Julier (Samaden-Chur).

Gemeinde, mit Cresta: 64 Häuser, 310 reform. Ew. roman. Zunge;

Dorf: 46 Häuser, 230 Ew. Alpwirtschaft.

Schönes Dorf mit massiven Häusern im oberengadinischen Stil.

Die vor dem Dorf auf einer Anhöhe gelegene St. Johannes-Kirche in gotischem Stil mit romanischen Türmen an beiden Enden der n. Seitenfassade.

Céligny

(Kt. Genf, Rechtes Ufer).

434 m. Gem. und Pfarrdorf, auf einem Hügelzug über dem Genfersee, 17 km n. Genf, zwischen Nyon und Coppet und an der Strasse Coppet-Crassier. In 3,6 km2 umfassender Genfer Enklave im Kanton Waadt. Station der Linie Genf-Lausanne und der Dampfboote.

Postbureau, Telegraph, Telephon.

Gemeinde, mit Bord du Lac und der zweiten Enklave der Grande und Petite Coudre: 75 Häuser, 378 Ew., wovon 37% Katholiken;

Dorf: 42 Häuser, 215 Ew. Weinbau. An der Kirchenmauer römische Inschrift. 1163: Siliniacum.

Celin

(Kt. Graubünden, Bez. Inn). Dorf. S. den Art. Schleins.

Ceneri

(Monte) (Kt. Tessin). 554 m. Querrücken zwischen Camoghè und Gambarogno, sw. Bellinzona. Bildet die Grenzscheide zwischen zwei klimatisch und in Bezug auf Sitten und Charakter der Bewohner scharf getrennten Landschaften des Tessin. Der n. Abschnitt, Cisceneri oder öfter Sopraceneri genannt, ist unter die Bezirke Locarno, Valle Maggia, Bellinzona, Riviera, Blenio und Leventina, der s. Abschnitt, Transceneri oder Sottoceneri, unter die Bezirke Lugano und Mendrisio aufgeteilt. Zu jeder Zeit bildete der Weg über den Monte Ceneri die wichtigste Verkehrslinie des Tessin. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts führte ein blosser Maultierpfad über den Berg, der des blühenden Räuberunwesens wegen oft genug recht gefährlich zu begehen war. Es ging dies so weit, dass die Landvögte zur Zeit der grossen Jahrmärkte in Lugano sich zur militärischen Besetzung des Weges genötigt sahen.

Erst nach Erbauung der grossen und schönen Strasse von Airolo nach Chiasso (1827) kehrten mit der Errichtung eines Gendarmeriepostens auf dem Berg geordnete Zustände zurück. Die Gotthardbahn unterfährt den Monte Ceneri in 1675 m langem Tunnel. N.- und W.-Hänge des Bergzuges sind mit prächtigen Kastanienwäldern bestanden, und die Alpenrose findet sich in Menge schon von 230 m Höhe an. Auf dem Rücken Ueberreste einer sehr alten, der Ueberlieferung nach von den Lombarden erbauten festen Burg.

Cengalo

(Piz) (Kt. Graubünden, Bez. Maloja). 3368 m. Höchster Gipfel der Umgebung des Bondascathals; hebt sich als mächtige Felsmasse aus dem Hauptkamm der das Bergell gegen Italien zu im S. begrenzenden Bergmassen; zwischen Pizzi Gemelli im O., Piz Badile im W. und nw. der Cima della Bondasca. Am NW.-Hang die kleine Cengalo Alp und am N.-Hang der westl. Abschnitt des Bondascagletschers.

Censière

(La Nouvelle) (Kt. Waadt, Bez. Grandson, Gem. Provence).

1100-1200 m. Landschaft, sw. des Creux du Van auf dem das Val de Travers s. überragenden Hochplateau, zwischen Mont Mouron und Les Ruillères.

Acht Häusergruppen, worunter Vers chez Sulpy, Vers chez Pilliot etc.;

zusammen 18 Häuser, 108 reform. Ew. Schulhaus mit interkantonaler Schule nahe der neuenburgischen Grenze.

Schöne mit Waldparzellen bestandene Bergweiden.

Viehzucht und Käserei.

Die ehemalige schon 1320 festgelegte Grenze der Landschaft der Nouvelle Censière umfasste den ganzen S.-Hang des Val de Travers und erstreckte sich auf eine Breite von 2 km und eine Länge von 23 km (Creux du Van bis Chasseron).

Während vier Jahrhunderten bildete das Gebiet einen Zankapfel zwischen Neuenburg, auf dessen Gebiet es geographisch

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