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Die Malerei des 16. Jahrhunderts

  

welches die religiösen Vorstellungen anregt und damit die frommen Empfindungen erweckt, diese sollen sich als Folge der Wirkung auf das Gemüt ergeben, welche «Schönheit an sich» hervorruft. Seine Madonna ist weder die über das Menschliche erhabene Gottesmutter, noch ein im blos Menschlichen befangenes Weib. Er giebt sie nicht als begnadete Jungfrau, als freudvolle oder schmerzerfüllte Mutter; nicht als demütige Magd oder mit der Würde einer Fürstin, auch nicht als heldenhaftes Weib, wie Michelangelo. Doch von all diesen

^[Abb.: Fig. 522. Raphael: Die «Disputa».

Wandgemälde aus dem Siegelsaal (Stanza della Segnatura). Rom, Vatikan.]

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