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Regnault - Regredient-Erbin

Regnault - Regredient-Erbin

klein.


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Regnard als Lustspieldichter (Lingen 1886); Regnard Mahrenholtz, J. F. eine Lebensskizze (Oppeln 1887).

Regnault

(spr. rĕnoh), Henri, franz. Historienmaler, geb. zu Paris, trat bereits im Alter von 16 J. mit trefflichen Zeichnungen und Illustrationen hervor. Unter den hervorragenden Meistern jener Zeit hatten besonders Lamotte und Cabanel auf ihn Einfluß. Sein Konkurrenzbild Coriolan, zu welchem die röm. Frauen als Bittende gekommen sind, erregte 1863 zwar vieles Interesse, doch gelang es ihm erst drei Jahre darauf, mit seinem Gemälde: Thetis bringt dem Achill die Waffen, den Rompreis zu erlangen. Er lebte nun längere Zeit in Italien, dann in Spanien, wo er Bildnisse und histor.

Kompositionen entwarf; darunter befand sich ein glänzend gemaltes Reiterbildnis des Generals Prim. Über Algier nach Italien zurückgekehrt, verweilte er seit 1869 in Rom. Sein bedeutendstes Werk, welches nun entstand, war eine Judith, die bei der Ausstellung in Paris seine Berühmtheit begründete. 1870 entstand seine Salome. Realistische Kraft und ein gesunder Sinn für die Farben sind seine Vorzüge. Auch in seinen gezeichneten Porträten ist Regnault hervorragend. 1872 erregte auf der Ausstellung seines künstlerischen Nachlasses großes Aufsehen: Eine Hinrichtung zur Zeit der Maurenkönige in Granada. Regnault fiel als Nationalgardist bei Buzenval. Dieses sein Ende hat viel zu seiner Popularität beigetragen. Duparc gab (Par. 1873) seine Korrespondenz heraus. -

Vgl.   Cazalis, Henri Regnault, sa vie et son œuvre (Par. 1872);

G. Larroumet, Henri Regnault (ebd. 1886);

Marx, Henri Regnault (ebd. 1887).

Regnault

(spr. rĕnoh), Henri Victor, franz. Chemiker und Physiker, geb. zu Aachen, trat als Handlungsgehilfe in ein Pariser Modewarengeschäft, beschäftigte sich in seinen Mußestunden wissenschaftlich und brachte es dahin, daß er 1830 in die Polytechnische Schule aufgenommen wurde. Er war dann im Bergwesen beschäftigt und wurde hierauf Professor zu Lyon. Infolge seiner Schrift «L' action du chlore sur l' éther chlorhydrique» wurde er 1840 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Professor an der Polytechnischen Schule in Paris. Im folgenden Jahre erhielt er einen Lehrstuhl der Physik im Collège de France, wurde 1847 Chefingenieur des Bergbauwesens und 1854 Direktor der Porzellanmanufaktur zu Sèvres. Er starb zu Auteuil. Mit Ausnahme eines «Cours élémentaire de chimie» (4 Bde., mit Abbildungen im Text, Par. 1849 - 50; 6. Aufl. 1870) und eines Auszugs aus diesem Werke: «Premiers éléments de chimie» (ebd. 1850; 6. Aufl. 1874; deutsch von Strecker, Bd. 1, 9. Aufl.; Bd. 2, 6. Aufl., Braunschw. 1876 - 81),

hat Regnault seine Arbeiten namentlich in den «Annales de chimie et de physique» und den «Comptes rendus de l' Académie des sciences» veröffentlicht. Die wichtigsten bilden den 21. Band der «Mémoires de l' Académie des sciences».

Regnier

(spr. rennĭeh), Claude Ambroise, Herzog von Massa, Großrichter unter Napoleon I., geb. zu Blamont in Lothringen, war beim Ausbruch der Französischen Revolution Advokat in Nancy. Vom Bezirk dieser Stadt in die Nationalversammlung abgeordnet, wirkte er, meist in den Kommissionen,in gemäßigterm Sinne. Nach dem Fluchtversuch des Königs (Juni 1791) wurde er in die Departements des Rheins und der Vogesen geschickt, um die Ruhe aufrecht zu erhalten. Nach der Auflösung der Konstituierenden Versammlung zog er sich aufs Land zurück. 1795 trat er für das Depart. Meurthe in den Rat der Alten. 1799 wiedergewählt, unterstützte er Bonaparte in dem Staatsstreich vom 18. Brumaire und wurde Mitglied der Kommission, welche die Verfassungsänderung vorbereitete. Bonaparte verlieh ihm das Ministerium der Justiz mit dem der Polizei unter dem Titel eines Großrichters (grand-juge). Indessen mußte er die Polizei nach Cadoudals Prozeß an Fouché abtreten, wurde aber zum Herzog von Massa erhoben. 1813 übernahm Regnier die Präsidentschaft im Gesetzgebenden Körper. Mit der ersten Restauration verlor Regnier seine Ämter und starb

Regnier

(spr. rennĭeh), Mathurin, franz. Satiriker, geb. zu Chartres, Neffe des Dichters Desportes, kam, für den geistlichen Stand bestimmt, 1593 mit dem Kardinal von Joyeuse nach Italien und erhielt 1606 aus den Einkünften der Abtei Vaux de Cernay eine Rente von 2000 Livres. Er wurde 1609 Kanonikus zu Chartres und starb zu Rouen an den Folgen eines zügellosen Lebens. Seine 16 Satiren in Alexandrinern behandeln sociale Schäden und Gebrechen mit feiner, lebendiger Charakteristik und frischem Witz in flüssiger und natürlicher Sprache. Außer den Satiren schrieb auch Episteln, Elegien und poet. Kleinigkeiten. Die besten Ausgaben seiner Poesien besorgten Viollet-le-Duc (Par. 1822; neue Aufl. 1828 u. 1852), Barthélemy (ebd. 1862), Courbet (ebd. 1875).

Regnikolārdeputation,

in der alten ständischen Verfassung Ungarns ein Ausschuß, den der Landtag zur Ausarbeitung von Gesetzesvorschlägen entsendete und der aus Mitgliedern des höchsten Gerichtshofs (Curia regia) und der Magnaten- und Ständetafel zusammengesetzt war. Gegenwärtig besteht die Institution der Regnikolardeputation zur Ausgleichung auftauchender Differenzen zwischen Ungarn, Kroatien-Slawonien und Fiume. Zu diesem Behuf wird von den Vertretungen der betreffenden Länder (ungar. Reichstag, kroat.-slawon. Landtag, Fiumaner Municipal-Repräsentanz) eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern erwählt, und diese Deputationen treten unter festgestellten Normen miteinander in schriftlichen und mündlichen Verkehr. Über das Resultat ihrer Beratungen erstatten sie dann an ihre Wahlkörper Berichte, die event. zur Grundlage legislatorischer Verfügungen dienen.

Regnitz,

linker Zufluß des Mains, entsteht im bayr. Reg.-Bez. Mittelfranken bei Fürth aus der Vereinigung der Rednitz (s. d.) und der Pegnitz (s. d.), fließt über Erlangen und Baiersdorf, dann in Oberfranken über Forchheim und Bamberg und mündet bei Bischberg. An Nebenflüssen empfängt sie rechts die Gründlach und Wiesent, links die Zenn, Aurach, Aisch, die Reiche und die Rauhe Ebrach.

Bei Bamberg vereinigt sich der Ludwigs-Donau-Main-Kanal (s. d.) mit der Regnitz, wodurch sie schiffbar wird.

Regnitzland,

s. Hof (in Bayern).

Regrediént-Erbin.

Im Lehnrecht und Privatfürstenrecht war es lange Zeit sehr streitig, ob bei dem Erlöschen des Mannsstammes und dem Anfall der Succesion an die weibliche Linie den nächsten Verwandten des letzten Besitzers, der Erbtochter (s. d.), der Vorzug gebühre, oder ob nicht vielmehr die Erbfolge an die früher ausgeschlossenen Töchter

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