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| Winter | # (lat. hiëms), die Jahreszeit zwischen Herbst und Frühling, astronomisch die Zeit vom kürzesten / 228 |
| Winter _2 | # 1) Peter von, Komponist, geb. 1754 zu Mannheim, trat schon als Knabe von zehn Jahren in / 377 |
| Winter _3 | 1) Heinrich, Genremaler, geb. 1843 zu Frankfurt a. M., besuchte schon vom 13. Jahr an das / 184 |
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 16
Winter
(lat. hiëms), die
Jahreszeit zwischen
Herbst und
Frühling, astronomisch die Zeit vom kürzesten
Tag bis zum darauf
folgenden
Äquinoktium. Auf der nördlichen
Halbkugel der
Erde beginnt der Winter
, wenn die
Sonne
[* 2] den
Wendekreis des
Steinbocks und
damit ihre größte südliche
Abweichung vom
Äquator erreicht hat (Winter
sonnenwende, 21. oder 22. Dez.),
und endet, wenn die
Sonne auf ihrer aufsteigenden
Bahn wieder den
Äquator erreicht hat (Frühlingsäquinoktium, 20. oder 21. März).
* 3 Jahreszeiten.
Der Winter
der südlichen
Hemisphäre dagegen fällt auf unsern
Sommer und umfaßt den Zeitraum, während dessen die
Sonne von ihrer
größten nördlichen
Abweichung vom
Äquator, also vom
Wendekreis des
Krebses (Sommersonnenwende, 21. oder 22. Juni),
wieder zum
Äquator zurückkehrt (Herbstäquinoktium, 22. oder 23. Sept.). Infolgedessen ist der Winter
auf
der nördlichen
Halbkugel um einige
Tage kürzer als auf der südlichen, was davon herrührt, daß die
Erde während unsers
Herbstes und
Winters die der
Sonne näher liegende Hälfte ihrer
Bahn durchläuft, in welcher ihre
Geschwindigkeit
nach dem zweiten
Keplerschen
Gesetz eine größere ist. Im meteorologischen
Sinn rechnet man den Winter
bei uns vom 1. Dez. bis 1. März,
auf der südlichen
Halbkugel vom 1. Juni bis 1. Sept. Die größte Winter
kälte tritt nicht zu der Zeit
des kürzesten
Tags und des niedrigsten Sonnenstandes, sondern etwa einen
Monat später und zwar erst dann ein, wenn die Abkühlung
infolge der Wärmeausstrahlung der Erwärmung durch die Sonnenstrahlen gleich geworden ist. Vgl.
Jahreszeiten.
[* 3]
1) Peter von, Komponist
2) Ludwig Georg, bad. Staatsminister
[16.678] Winter (lat. hiëms)
Winter,
1)
Peter von,
Komponist, geb. 1754 zu
Mannheim,
[* 4] trat schon als
Knabe von zehn
Jahren in das
kurfürstliche Hoforchester, genoß hierauf den Kompositionsunterricht des
Abts
Vogler und ward 1775 Orchesterdirektor des
deutschen
Theaters in
Mannheim, in welcher
Eigenschaft er drei Jahre später dem
Hof
[* 5] bei dessen Übersiedelung nach
München
[* 6] folgte.
Nachdem er 1780–82 in
Wien
[* 7] noch
Salieris
Unterricht genossen, führte er in
München seine erste
Oper:
»Helena
und
Paris«,
[* 8] auf und erhielt 1788 die Kapellmeisterstelle. 1790 ging er nach
Italien,
[* 9] lebte dann von 1795 an abwechselnd in
Prag
[* 10] und
Wien und unternahm 1802 eine
Reise nach
England und
Frankreich. Er starb 18. Okt. 1825 in
München mit Hinterlassung einer
großen
Zahl von
Kompositionen für das
Theater
[* 11] wie für die
Kirche, von welchen erstern namentlich die
Oper
»Das unterbrochene Opferfest« (1796) bis in die 30er Jahre allgemein beliebt
war. Eine von Winter
veröffentlichte Gesangschule
(Mainz
[* 12] 1824, 4 Bde.) wird noch gegenwärtig benutzt.
2) Ludwig Georg, bad. Staatsminister, geb. 18. ¶
Jan. 1778 zu Prechthal im Schwarzwald, studierte zu Göttingen [* 14] die Rechte, ward 1803 Sekretär [* 15] beim Geheimratskollegium, 1807 Regierungsrat und Mitglied des Oberkirchenrats, 1808 Regierungsrat im Mittelrheinkreis, 1810 Oberamtmann in Durlach. [* 16] Im August 1814 kam er als Stadtdirektor nach Heidelberg, [* 17] von wo er 1815 als Rat in das Ministerium des Innern berufen und 1818 zum Geheimen Referendar ernannt wurde. Winter hatte nicht geringen Anteil an der neuen badischen Verfassung. 1821 wurde er Mitglied der zweiten Sektion des Staatsministeriums sowie Direktor der evangelischen Kirchensektion, 1822 Staatsrat und Mitglied des Staatsministeriums, 1824 Direktor des Ministeriums des Innern.
* 19 Bayern.
Beim Regierungsantritt des Großherzogs Leopold (1830) erhielt er die Funktionen des Ministers des Innern und 1833 den Titel eines solchen. Trotz der auch in Baden [* 18] sich kundgebenden Reaktionstendenzen gelang es ihm, das liberale Verwaltungssystem aufrecht zu erhalten. Eine Reihe wichtiger Reformen, namentlich auch die Umgestaltung des Gemeindewesens, war hauptsächlich sein Werk. Obwohl der liberalen Opposition manchmal entschieden entgegentretend, genoß er doch einer Popularität, wie sie vor ihm kein andrer Minister besessen. Er starb 27. März 1838. Als Schriftsteller trat Winter in dem Erbfolgestreit mit Bayern [* 19] für das badische Interesse auf in der Schrift »Über die Ansprüche der Krone Bayerns auf Landesteile des Großherzogtums Baden« (Mannh. 1827). Im J. 1855 wurde ihm in Karlsruhe [* 20] ein Standbild errichtet.
Ende Winter (1)
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(2) Biographisches Künstler-Lexikon, 1882 _ 39
1) Heinrich, Genremaler, geb. 1843 zu Frankfurt a. M., besuchte schon vom 13. Jahr an das Städelsche Institut und wurde Privatschüler Jakob Beckers, bei dem er sich der Figuren- und der Landschaftsmalerei widmete. Mit 21 Jahren aber wendete er sich seiner ursprünglichen Neigung für die Darstellung des Pferdes zu und wurde 1868 durch seinen Landsmann, den Pferdemaler Adolf Schreyer, zu einer Reise nach Ungarn veranlaßt, wo er auf den großen Pußten die Pferde aller Rassen gründlich kennen lernte. Bei seiner Rückkehr machte er als Freiwilliger beim Sanitätskorps den Krieg von 1870/71 mit und erlebte alle Schrecknisse desselben. Die Früchte dieses Feldzugs sind unter seinen Skizzen und Zeichnungen z. B.: Transport französischer ¶
Gefangenen durch Loigny, Gefangene und Verwundete auf einem Wagen im Schnee, mehrere Bivouakscenen und andre Bilder, die das Gepräge der persönlichen Anschauung tragen. 1874 machte er eine für ihn sehr erfolgreiche Reise in den Orient.
2) Louis de, belg. Landschaftsmaler, geb. 1819 zu Antwerpen, Schüler von Jacobus Jacobs (gest. 1879), bereiste Deutschland und Frankreich und malte sehr geschätzte landschaftliche Darstellungen und Marinen, z. B.: Übergang durch eine Furt, Partie aus den Ardennen, Sonnenuntergang, Mondschein u. a.
Ende Winter (2)
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 16. Band: Uralsk - Zz, Seite 678; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/winter
16.679 Wintera aromatica16.679 Winterberg16.679 Winterburger16.679 Winterchristwurz16.679 Winterdrossel16.679 Winterer16.679 Winterfeldt16.680 Wintergarten16.680 Wintergewächse16.680 Wintergrün16.680 Wintergrünöl16.680 Winterhalter16.680 Winterknospen16.680 Winterkönig16.680 Winterkurorte16.680 Winterling16.680 Winterlingen16.681 Wintermonat16.681 Winternieswurzel16.681 Winterpunkt16.681 Winterquartiere16.681 Winterrose16.681 Winterschlaf16.681 Wintersgrün16.681 Wintersolstitium16.681 Wintersperling16.681 Wintersporen16.681 Wintersrinde16.681 Winterstelze16.681 Winterthur16.681 Wintervogel16.681 Winterwolfskraut39.567 Winter39.568 Winterfeldt99.439 Winterthur .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..99.439 WinterthurSie sind hier: Lexikon '88 > Meyers > Band 16 > Seite 16.678 > Winter