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| Alkalien | die Oxyde und Hydroxyde der Alkalimetalle, also namentlich Kali und Natron (Kalium- und Natriumoxy / 235 |
| Alkalien _2 | Einfluß auf Stoffwechsel, s. Innere Medizin. / 7 |
| Alkalien _3 | im Handel und industriellen Leben versteht man hierunter nur die Hydrate des Kali und Natron, / 77 |
| Alkalien _4 | die Oxydhydrate der Alkalimetalle (s. d.), sind charakterisiert durch ihre Löslichkeit in / 113 |
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 1
die Oxyde und Hydroxyde der Alkalimetalle, also namentlich Kali und Natron (Kalium- und Natriumoxyd, resp. -Hydroxyd). Die Araber nannten Alkali den löslichen Bestandteil der Pflanzenasche, welcher bei See- und Strandpflanzen wesentlich aus kohlensaurem Natron, bei Landpflanzen aus kohlensaurem Kali besteht. Als man im 18. Jahrh. diese beiden Salze unterscheiden gelernt hatte, gewann man das kohlensaure Natron wesentlich aus Mineralien, [* 2] kohlensaures Kali aber aus Pflanzen und nannte daher letzteres vegetabilisches, ersteres mineralisches Alkali, bis Klaproth 1796 entdeckte, daß Kali auch im Mineralreich vorkommt.
Als feuerbeständige
Körper wurden sie schon von den Arabern fixe Alkalien
genannt zum Unterschied von dem
sehr ähnlichen, aber flüchtigen kohlensauren
Ammoniak (flüchtiges Alkali). Diese drei Alkalien
brausen beim übergießen mit
Säuren (entwickeln
Kohlensäure) und wirken viel weniger energisch als die aus ihnen mit
Hilfe von
Ätzkalk dargestellten
Hydroxyde.
Man unterschied daher auch milde
(Pottasche,
Soda) und ätzende oder kaustische Alkalien
Gegenwärtig zählt
man kohlensaures
Kali,
Natron und
Ammoniak zu den Alkalisalzen, aus welchen
Davy 1807 die
Alkalimetalle abschied.
Die Alkalien
sind farblos, in
Wasser leicht löslich, zerstören
Pflanzen- und Tierstoffe (wirken ätzend), schmecken kaustisch,
bläuen rotes
Lackmus, bräunen Kurkuma und färben Veilchensaft grün; sie fällen die schweren
Metalle
aus ihren
Lösungen als
Oxyde,
Hydroxyde, resp.
Kohlensäuresalze. Die meisten
Salze der Alkalien
sind in
Wasser löslich. Von den Alkalien
werden
die
Oxyde und
Hydroxyde des
Baryums,
Strontiums,
Calciums und
Magnesiums als Erdalkalien
oder alkalische
Erden unterschieden.
Organische
Alkalien
heißen die
Alkaloide (s. d.).
Ende Alkalien (1)
(2) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 18
Alkalien,
Einfluß auf Stoffwechsel, s. Innere Medizin.
Ende Alkalien (2)
(3) Merck`s Warenlexikon, 1884 _ 21
Alkalien;
im Handel und industriellen Leben versteht man hierunter nur die Hydrate des Kali und Natron, auch Ätzkali und Ätznatron;
vom wissenschaftlichen Standpunkte aus gehören ausser Kali und Natron nebst ihren Hydraten auch noch Cäsion, Rubidion und Lithion hinzu. – Kalk, Baryt und Strontian bezeichnet man öfter als erdige Alkalien.
Häufig wird auch das Ammoniak mit zu den A. gerechnet.
Ätzkali u. Ätznatron s. Tarif im Anh.
Nr. 5 d, die übrigen sind zollfrei.
Nr. 5 i.
Ende Alkalien (3)
(4) Brockhaus´ Konversationslexikon, 1902-1910 _ 51
die Oxydhydrate der Alkalimetalle (s. d.), sind charakterisiert durch ihre Löslichkeit in Wasser, durch die ätzenden, d. h. auf Pflanzen- und Tierstoffe zerstörend wirkenden Eigenschaften ihrer wässerigen Lösungen, durch ihren eigentümlichen scharfen Geschmack, durch ihre Fähigkeit, aus der Luft Kohlensäure aufzunehmen und mit Säuren sich zu Salzen zu verbinden, von denen die meisten in Wasser löslich sind, durch ihr Vermögen, die Oxyde und Oxydhydrate der schwächer basischen Metalle, namentlich der Schwermetalle, aus deren Salzen zu fällen, durch ihre Eigenschaft, mit Ölen und Fetten unter Freiwerden von Glycerin Seifen zu bilden, endlich durch die als alkalische Reaktion bezeichnete Einwirkung, die sie auf zahlreiche Pflanzenfarbstoffe zeigen; so färben z. B. die Alkalien gerötetes Lackmuspapier blau, Curcumatinktur braun.
Ende Alkalien (4)
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: A - Atlantiden, Seite 364; .
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